Beitragserhöhung: Wer sollte die Krankenkasse wechseln?

(foto) Gute Betreuung muss nicht teuer sein - Wechsel der KrankenkasseViele gesetzlich Krankenversicherte müssen sich im kommenden Jahr auf höhere Krankenkassen- Beiträge einstellen. Da nicht jede Kasse den Zusatzbeitrag erhöht, ist dies für einige Versicherte die perfekte Gelegenheit, die Krankenkasse zu wechseln und bares Geld zu sparen.

Die Experten vom Bundesversicherungsamt gehen davon aus, dass die Krankenkassen-Beiträge 2016 durchschnittlich um 0,2 Prozent steigen werden. Damit wachse der Beitragssatz für die meisten gesetzlich Versicherten auf 15,7 Prozent des Einkommens an. Doch das muss nicht sein: Mit einem Wechsel der Krankenkasse lassen sich Beitragserhöhungen umgehen.

Krankenkassen: Darum steigen die Beiträge so drastisch

Beitragserhöhungen bei den Krankenkassen sind keine Seltenheit und kamen in der Vergangenheit des Öfteren vor. Im Gegensatz zu früher müssen Arbeitnehmer jedoch etwaige Erhöhungen allein schultern. Denn seit der gesetzlich vorgeschriebene Beitragssatz mit Beginn dieses Jahres auf 14,6 Prozent herabgesenkt wurde und sich Arbeitgeber und -nehmer diesen paritätisch teilen, dürfen Krankenkassen einkommensabhängige Zusatzbeiträge verlangen, die allein vom Versicherten zu zahlen sind. Derzeit beträgt der Zusatzbeitrag im Durchschnitt 0,9 Prozent, was in der Gesamtheit 15,5 Prozent Krankenkassen-Beitrag ergibt. Die Problematik ist jedoch, dass die Kassen im Minus sind und die Beiträge deshalb ansteigen.
Zwar klingen 0,2 Prozentpünktchen nicht so dramatisch, allerdings bedeutet dies für einen Arbeitnehmer, der im Schnitt 3.000 Euro brutto verdient, 72 Euro mehr Beitrag im Jahr. Bei Gutverdienern mit einem Bruttogehalt von 4.600 Euro oder mehr ist es schon ein gutes Plus von 110 Euro.

Mit dem Wechsel der Krankenkasse Mehrkosten vermeiden

Die enormen Zusatzbeiträge zur GKV, die im kommenden Jahr zu drohen scheinen, können Versicherte auch als Chance nutzen, um zu einer günstigeren Krankenkasse zu wechseln. Denn nicht jede Kasse erhebt überhaupt einen Zusatzbeitrag beziehungsweise fällt dieser je nach Krankenkasse mehr oder minder moderat aus. Und das wird auch in Zukunft so sein.
So müssen etwa Kunden der BKK Euregio sowie der Metzinger BKK keinen Zusatzbeitrag zahlen. Darüber hinaus verlangen beispielsweise die AOK Plus in Thüringen und Sachsen sowie die AOK Sachsen-Anhalt Zusatzbeiträge in Höhe von 0,3 Prozent. Richtig günstige Angebote gibt es häufig bloß regional. Doch die Handelskrankenkasse (HKK) begnügt sich mit 0,4 Prozentpunkten und agiert zudem deutschlandweit.
Bei einer solchen Krankenkasse können Versicherte in der Tat bis zu 500 Euro jährlich sparen.

Wechsel der Kasse: So sollten sich Versicherte verhalten

Zunächst sollten Versicherungsnehmer abwarten, bis die gesetzliche Krankenkasse die Beitragserhöhung tatsächlich ankündigt, nämlich dann besteht für die Kunden ein Sonderkündigungsrecht. Dem Wechsel zu einer günstigeren Krankenkasse steht somit nichts mehr im Weg. Wer sich nicht sicher ist, zu welcher Krankenkasse es sich zu wechseln lohnt, der kann online einen Vergleich der Gesetzlichen Krankenversicherung durchführen.
Zwar können Versicherungsnehmer auch bei einem schnellen Wechsel der Kasse kaum etwas verkehrt machen, immerhin sind die Leistungen bei allen Krankenkassen zu 95 Prozent gleich, da dies vom Gesetzgeber so vorgeschrieben ist. Wer allerdings mit seiner Krankenkasse und deren Leistungen zufrieden ist, der sollte eventuell nicht vorrangig aufs Geld schauen.

Das könnte Sie noch interessieren:

Tags: , , , , ,

Unsere Autoren

Eine Antwort zu “Beitragserhöhung: Wer sollte die Krankenkasse wechseln?”

  1. krankenkasse Fan sagt:

    Hallo! Danke für diesen interessanten Artikel über den Krankenkassenwechsel. Wenn man sich doch für eine andere Krankenkasse entscheidet, lohnt es sich auch einen Krankenkassenvergleich zu machen um Geld zu sparen. Lg

Kommentar schreiben

Service Line

  • Wir beraten Sie gerne persönlich
  • 0800 - 589 589 0