BKK für Heilberufe: Nächste Krankenkasse pleite

Kasse mit leeren TaschenDie BKK Heilberufe steckt in der Finanzklemme. Fusionsgespräche haben bislang zu keinem Ziel geführt. Die Schließung steht bevor.

Die 80.000 Mitglieder müssen sich wohl eine neue Krankenversicherung suchen. Es habe zwar laut Medienberichten Gespräche über eine Fusion mit der AOK Rheinland/Hamburg oder der BKK vor Ort gegeben. Nun scheint eine Schließung der BKK für Heilberufe nicht mehr abwendbar. Die Kasse versichert ihren Mitgliedern, dass sie im Falle einer Schließung nicht selbst kündigen müssen. Die Mitgliedschaft ende automatisch. Allerdings sollten sie sich nach einer neuen Krankenkasse umschauen, um nicht am Tag nach der offiziellen Schließung ohne Krankenversicherung dastehen. In Deutschland gilt seit 2009 eine allgemeine Krankenversicherungspflicht. Das heißt, jeder Bundesbürger muss entweder eine gesetzliche oder private Krankenversicherung haben.

Versorgungsstrukturgesetz verhindert nicht Kassenschließung

Die BKK für Heilberufe wäre die zweite Krankenkasse, die pleite ginge. Nach der Schließung der City BKK hatten ihre Versicherten nach eigenen Angaben teils erhebliche Schwierigkeiten, von einer anderen Kasse aufgrund ihrer Voraussetzungen aufgenommen zu werden.

Mit dem derzeitigen Entwurf zum Versorgungsstrukturgesetz sollen künftige Kassenschließungen geregelt werden, um zu verhindern, dass nicht erneut Kassen-Mitglieder auf der Suche nach einer neuen Krankenkasse „abgewimmelt“ werden. „Mit diesem Gesetz wird zwar der Ablauf einer Schließung verbessert, die Gefahr, dass es in Zukunft zu weiteren Kassenschließungen kommen kann, wird dieses Gesetz aber nicht verhindern“, erklärte am Mittwoch Heinz Kaltenbach, Geschäftsführer des BKK Bundesverbandes. Der Preiswettbewerb über Zusatzbeiträge sei für die gesetzliche Krankenversicherung „ruinös“. Dadurch verändere sich nur die Struktur der jeweiligen Versichertengemeinschaft – die Jungen und Gesunden gehen, die Alten und Kranken bleiben – und verursachen noch mehr Kosten im Verhältnis zu den Einnahmen. „Schaffen die Krankenkassen es nicht, diesen Teufelskreis durch eine Fusion zu durchbrechen, stehen sie kurz oder lang vor der Schließung“, bringt man es beim BKK-Bundesverband auf den Punkt.

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