Elektronische Gesundheitskarte ab 1. Januar 2015 Pflicht

(foto) Ab 2015 geht's nur noch mit neuer Karte zum ArztMit dem heutigen Tag wurde das letzte Quartal des Jahres 2015 eingeläutet und wie so oft zum Monatswechsel gingen damit auch Gesetzesänderungen und Neuregelungen einher. So sollte zum 1. Oktober 2014 ebenso die neue elektronische Gesundheitskarte endgültig Einzug gehalten haben, jedoch wurde dieser Stichtag nun auf den 1. Januar 2015 verschoben.

Die elektronische Gesundheitskarte wird somit die herkömmliche Krankenversichertenkarte zum Jahreswechsel definitiv ablösen, womit die alte Karte ihre Gültigkeit verliert. Gesetzlich Versicherte, die noch immer keine elektronische Gesundheitskarte besitzen, sollten sich daher baldigst darum kümmern.

Elektronische Gesundheitskarte – Einführung mit Hindernissen

Die Kassenärzte sowie die Krankenkassen hatten sich darauf verständigt, dass die alte Krankenversicherungskarte bis zum Jahresende Gültigkeit besitzen soll. Denn Anfang Juli waren es noch immer sechs bis acht Prozent der gesetzlich Versicherten, die die elektronische Gesundheitskarte gar nicht beantragt oder kein entsprechendes Foto eingeschickt hatten. Da der Umtausch deshalb ins Stocken geriet, wurde die Geltungsdauer der alten Versicherungskarten verlängert.
Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte stand allerdings von Anfang an unter keinem guten Stern. So sollte sie ursprünglich bereits zum 1. Januar 2006 etabliert werden. Doch der Widerstand seitens der Kassenärzte, Streitigkeiten und Probleme bei der Planung sorgten dafür, dass die elektronische Gesundheitskarte bis heute nicht sinnvoll eingesetzt werden kann. Ab Oktober 2011 wurde die elektronische Gesundheitskarte zumindest schon einmal eingeführt und wird wohl sodann ab 2015 die alte Krankenversichertenkarte endgültig abgelöst haben.

Was kann die elektronische Gesundheitskarte?

Derzeit besteht der Unterschied zwischen der elektronischen Gesundheitskarte und den herkömmlichen Versichertenkarten lediglich darin, dass die neuen Karten das aufgedruckte Foto des Karteninhabers zeigen, welches deren Missbrauch verhindern soll. Davon abgesehen sind auf den elektronischen Gesundheitskarten bis dato noch keine anderen Daten und Informationen abgespeichert als auf der alten.
Doch mittelfristig ist die elektronische Gesundheitskarte dafür angelegt, den Datenaustausch zwischen Kliniken, Ärzten und Apotheken zu erleichtern und verbessern, um etwa Medikament-Wechselwirkungen zu vermeiden.

Kritik an der elektronischen Gesundheitskarte

Heftige Kritik an der elektronischen Gesundheitskarte hagelte es nicht nur seitens der Ärzte, auch Datenschützer äußerten arge Bedenken an dem neuen System. Demnach könnten die auf der Gesundheitskarte abgespeicherten sensiblen Daten einer größeren Gefahr der Manipulation oder des Missbrauchs ausgesetzt sein. Ebenfalls bestünden Bedenken bezüglich der ärztlichen Schweigepflicht. Darüber hinaus ergäbe sich die Gefahr der potentiellen Weitergabe der Patienteninformationen an etwa die Pharmaindustrie. Ebenfalls sehr in der Kritik standen die zusätzlichen Kosten, die für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte für Geräte und Software aufgewendet werden mussten.

Nichtsdestotrotz ist die elektronische Gesundheitskarte in der gesetzlichen Krankenversicherung beschlossene Sache. Daher sind gesetzlich Versicherte dringend dazu angehalten, die neue Karte bei ihrer Krankenkasse zu beantragen und dort auch ein aktuelles Passfoto einzureichen.

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