Mehr Geld für die gesetzliche Krankenversicherung

Die gesetzlichen Krankenversicherung erwarten für das laufende Jahr knapp eine halbe Milliarde Euro mehr an Einnahmen, als noch im September geschätzt wurde. Dies ist laut den Experten auf die gute konjunkturelle Entwicklung zurückzuführen.

Diese positive Nachricht teilte das Bundesversicherungsamt am Montag dieser Woche mit. Jedoch kommt dies den Beitragszahlern nicht direkt – etwa in Form von Beitragssenkungen – zugute, da das Geld als Rücklage im Gesundheitsfonds angelegt wird.

Ein Plus von 500 Millionen Euro

Laut der Nachrichtenagentur dapd geht der Schätzerkreis der gesetzlichen Krankenversicherung davon aus, 2011 181,6 Milliarden Euro für den Gesundheitsfonds einzunehmen. Das sind knapp 500 Millionen Euro mehr, als noch im Herbst letzten Jahres geschätzt wurde.

So wurde ermittelt, dass die Differenz zwischen den Einnahmen und dem Betrag, den die Kassen erhalten, bei 2,7 Milliarden Euro liegt. „Nach den gesetzlichen Vorgaben für den Gesundheitsfonds führen unerwartete Mehreinnahmen nicht zu höheren Zuweisungen an die Krankenkassen, sondern werden der Liquiditätsreserve zugeführt“, erklärte das Bundesversicherungsamt gegenüber der dapd.

Besserer Jahresabschluss

So falle auch der Jahresabschluss für 2010 besser aus als erwartet. Laut Angaben des Schätzerkreises seien die Einnahmen des Gesundheitsfonds mit einer Summe von 173,9 Milliarden Euro um rund 300 Millionen Euro höher ausgefallen als noch Ende letzten Jahres prognostiziert wurde.

Aufgrund eines erwarteten Defizits stieg der Einheitsbetrag der gesetzlichen Krankenversicherungen Anfang diesen Jahres. Statt 14,9 Prozent müssen nun 15,5 Prozent des Bruttolohns in die Kassen der gesetzlichen Krankenversicherung gezahlt werden.

Das könnte Sie noch interessieren:

Tags: , , ,

Unsere Autoren

Kommentar schreiben

Service Line

  • Wir beraten Sie gerne persönlich
  • 0800 - 589 589 0