Wann sich der Wechsel der Krankenkasse lohnt

(foto) Mehr Geld beim Wechsel der KrankenkasseMit dem Jahreswechsel sinkt der seit dem Jahr 2009 geltende allgemeine Beitragssatz von 15,5 auf 14,6 Prozent. Zum Ausgleich dürfen die Krankenkassen einen Zusatzbeitrag erheben – müssen sie aber nicht. Der Wettbewerb zwischen den Krankenkassen wird wohl dadurch wieder entfacht werden und Versicherte können davon profitieren – etwa mit einem Wechsel zur günstigeren Krankenkasse. Allerdings sollten hierbei keine voreiligen Entscheidungen getroffen werden.

Wer als Gutverdiener mit einem Bruttogehalt von 4.125 Euro seine Krankenkasse wechselt, der kann immerhin bis zu 450 Euro im Jahr an Beiträgen sparen. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe geht davon aus, dass es ab 2015 für etwa 20 Millionen Versicherte günstiger wird. Doch nicht alle Krankenkassen sind in der Lage, ihre Prämien merklich zu senken, weshalb ein Wechsel der Krankenkasse lohnenswert sein könnte.

Zu diesen Krankenkassen lohnt sich der Wechsel

Drastische Beitragssenkungen sind vor allem bei den regionalen Krankenkassen zu finden. Die großen Kassen, die auch überregional agieren, wie die DAK oder die Techniker Krankenkasse (TK) bleiben ihren bisherigen Beitragssätzen eher treu beziehungsweise senken diese lediglich minimal. Doch Versicherte sollten aufpassen, denn oftmals sparen die Krankenkassen dann, indem sie Extraprämien zurücknehmen oder entsprechende Zuschüsse – etwa zur professionellen Zahnreinigung – streichen.
Die Krankenkassen mit den deutlichsten Beitragssenkungen sind folgende:

  • Metzinger BKK und BKK Euregio mit 14,6 Prozent
  • BKK MEM: 14,9 Prozent
  • AOK Plus sowie AOK Sachsen-Anhalt mit 14,9 Prozentpunkten

Wechsel der Krankenkasse: Nicht nur der Preis entscheidet

In Anbetracht der enormen Beitragssenkungen der ein oder anderen Krankenkasse und dem daraus resultierenden Sparpotential könnten sich zahlreiche Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung dazu hingerissen fühlen, ihre Kasse zu wechseln. Der Präsident des Bundesversicherungsamtes Maximilian Gaßner rät jedoch, bei einem Wechsel der Krankenkasse ebenfalls andere Faktoren wie Service, Beratung, das Angebot an Zusatzleistungen sowie die Erreichbarkeit über die entsprechende Geschäftsstelle vor Ort in die Erwägungen mit einzubeziehen. Um die individuell beste Krankenversicherung zu finden, sollten Versicherungskunden daher vor allem ein wenig Zeit investieren.

Bei Unzufriedenheit mit der Krankenkasse getrost wechseln

Anders verhält es sich natürlich, wenn man aus irgendeinem Grund sowieso schon mit seiner Krankenkasse unzufrieden ist. In so einem Fall sollte der Wechsel getrost vollzogen werden, da Versicherte hierbei mehrfach profitieren können. Denn neben der Option, den Krankenkassenbeitrag zu senken, bietet sich ebenfalls die Möglichkeit, die von der Krankenkasse zu erbringenden Leistungen zu verbessern. Denn obwohl das Leistungsspektrum bei sämtlichen Krankenkassen recht ähnlich ausfällt, gibt es dennoch Unterschiede, beispielsweise bei Heilpraktikerbehandlungen oder professionellen Zahnreinigungen.
Wer sich dazu entschlossen hat, seine Krankenkasse zu wechseln und sich gern einen Überblick über die zahlreichen Angebote verschaffen möchte, dem kann dabei der geld.de Vergleich der gesetzlichen Krankenversicherung behilflich sein. Der Vergleich ist völlig unverbindlich und kostenlos.

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Eine Antwort zu “Wann sich der Wechsel der Krankenkasse lohnt”

  1. krankenkasse Fan sagt:

    Hallo! Danke für diesen interessanten Artikel. Was auch ganz gut ist, wenn man seine Krankenkasse wechseln möchte ist ein Krankenkassenvergleich durchzuführen um sich mehrere Angebote anzuschauen damit man besser beurteilen kann ob sich der Wechsel lohnt. Lg

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