Direktbank Comdirect wird in diesem Jahr 20

(Bild) Direktbank ComdirectGute Bank oder böse Bank? Weil sich dieses Jahr die Gründung zum zwanzigsten Male jährt, ist nun die börsennotierte Direktbank Comdirect der Commerzbank an der Reihe, vorgestellt zu werden.

Eigentlich ist der 13. kein verheißungsvoller Kalendertag, aber bei der Gründung der Comdirect am 13. Oktober 1994 hat das keine Rolle gespielt. Und nun steht der Bank, die zu über 80 Prozent der Commerzbank angehört, schon bald der 20. Geburtstag bevor. Sie erblickte das Licht der Welt als Direktbank-Tochter der Commerzbank und formierte sich zunächst als GmbH. Seit dem sich 1998 die Gewinnschwelle eingestellt hat, ist die Comdirect in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. An der Börse notiert ist das Unternehmen seit dem 5. Juni 2000.

Comdirect vermehrt und liquidiert sich im Ausland

Mit der Notierung an der Börse erreicht die Comdirect um die Jahrtausendwende auch den ersten Wendepunkt in ihrer noch so jungen Geschichte. Der Börsenhype veranlasst dazu, gleich mehrere Tochtergesellschaften im Ausland zu gründen. Die Comdirect fasst Fuß in Großbritannien, Italien und Frankreich. 2004 mussten diese Gesellschaften jedoch wieder verlustreich verkauft oder liquidiert werden. Anschließend wurde die Produktpalette erweitert. Seit 2008 bietet die Comdirect auch Baufinanzierungen an und seit 2009 eine Anlageberatung gegen ein pauschales Honorar.

Comdirect engagiert sich mit Stiftung Rechnen

2009, zum 15. Geburtstag, ruft die Comdirect im Zuge des gesellschaftlichen Engagements die Stiftung Rechnen ins Leben. Ziel der Organisation ist es, Begeisterung für das Rechnen zu wecken; Wissenschaft, Forschung und Bildung auf diesem Gebiet zu fördern. Schirmherrin dieses Initiative ist Anette Schavan; Mathe-Botschafter ist der Sternekoch Christian Rach.

Harscher Umgang mit unliebsamen Kunden

Natürlich findet sich aber auch bei dieser Bank eine Schattenseite. So wird der Comdirect mehrmals vorgeworfen, ihren Kunden ohne Angabe von Gründen einfach zu kündigen. Dabei bezieht sich das Unternehmen stets auf Paragraph 19.1 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen, demnach umgehend alle Karten des Kunden gesperrt und die Dispokreditlinie widerrufen wird. Seitens des Kunden ist dabei kein vertragswidriges Verhalten auffällig. Vielmehr handelt es sich stets um Konten, die für die Comdirect „unwirtschaftlich“ sind. Sie nutzen nie den Dispokredit, weisen aber viele Buchungsposten auf. Dieser Geschäftspraxis gegenüber stehen 50 Euro Prämie bei der Eröffnung eines (inzwischen auch bedingungslosen) kostenlosen  Girokontos, um die Kundenverluste zu kompensieren.

Produkte der Comdirect

Heute hat die Comdirect weiterhin ihren Sitz in Quickborn bei Hamburg. Die Mitarbeiterzahl beläuft sich auf etwa 1.200, bei zirka 2,7 Millionen Kunden (September 2013). Gemäß diesem Stand die Comdirect ein Kundenvermögen von insgesamt 52 Milliarden Euro. Aktueller Vorstandsvorsitzender ist Thorsten Reitmeyer.

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