Girokonto: Aktuelle EZB-Entscheidung treibt Gebühren hoch

Bild GirokontoDie Europäische Zentralbank (EZB) hat entschieden: Das Anleihenkaufprogramm wird fortgesetzt und der Leitzins bleibt unverändert auf seinem Rekordtief. Dem Girokonto beschert die Währungsbehörde damit wohl eine düstere Zukunft – und Sparer müssen einmal mehr die Zeche zahlen.

Die aktuelle Geldpolitik der EZB ruft in der Eurozone unterschiedliche Reaktionen hervor: Während Börsianer den massenhaften Kauf von Staatsanleihen bejubeln, hagelt es von Seiten der Bankenverbände in Deutschland scharfe Kritik, da Experten hierin unnötige Risiken sehen. Sparern hingegen dürfte wohl vor allem missfallen, dass die EZB die Leitzins-Nullrunde nicht beendet. Denn mittelfristig bedeutet dies, dass Bankkunden höhere Gebühren in Kauf nehmen müssen, die sich vor allem beim Girokonto niederschlagen.

Warum Banken die Gebühren für das Girokonto anheben

Um Erträge zu erwirtschaften, vergeben Banken Kredite und investieren in Anlagen. Inzwischen sind die Institute allerdings gezwungen, ihre Kredite zu extrem günstigen Zinssätzen bereitzustellen, weil die EZB für Bankeinlagen Strafgebühren erhebt. Aus dem Darlehensgeschäft können Banken folglich kaum mehr hohe Erträge erzielen. Ebenso verhält es sich mit Anlagen, die auf den aktuellen Finanzmärkten nur sehr wenig Rendite bringen. Wenn Banken demzufolge das ertragreiche Geschäft wegbricht, müssen sie zum einen sparen und zum anderen dennoch anderweitige Einkommensquellen ausmachen. Am einfachsten dabei ist aus Bankensicht die Erhebung beziehungsweise Erhöhung von Gebühren für das Girokonto, die Kreditkarte oder den Service. Wie aus einer Studie der Unternehmensberatung Oliver Wyman hervorgeht, könnten die Gewinne aus dem deutschen Privatkunden-Zahlungsverkehr bis zum Jahr 2020 von 7,4 auf 12,4 Milliarden Euro ansteigen. René Fischer, Partner bei Oliver Wyman, erläutert dazu, dass es denkbar wäre, dass die Kontogebühren pro Jahr durchschnittlich um zehn Prozent stiegen.

Trumpf der Sparer: Zum günstigeren Girokonto wechseln

Verbraucher sind den Gebührenerhöhungen nicht gänzlich schutzlos ausgeliefert, schließlich haben sie in puncto Girokonto stets freie Wahl. Allerdings gestaltet sich die Suche nach einem Girokonto nicht mehr allzu einfach, schließlich ist es mittlerweile nicht mehr nur die Grundgebühr, die von den Banken gern hoch oder herunter geschraubt wird. Vielmehr kann ein Girokonto mittlerweile auf ganz unterschiedliche Arten teurer werden. So setzen Banken nun verstärkt auf Transaktionsgebühren, sodass etwa Papierüberweisungen plötzlich Kosten verursachen können. Ebenso sind Kreditkarten des öfteren von Preissteigerungen betroffen. Wer also ein günstiges Girokonto finden möchte, der sollte weniger auf die Grundgebühr achten, sondern eher sein persönliches Nutzungsverhalten als Grundlage nehmen.

Mit einem Vergleich zum preiswerten Girokonto

Wer auf der Suche nach einem idealen Girokonto ist, den unterstützt der GELD.de Girokonto-Vergleich gern dabei, das passende Angebot zu finden. Ein solcher Vergleich hat den großen Vorteil, dass alle auf dem Markt verfügbaren Girokonto-Offerten simultan miteinander verglichen werden können. Darüber hinaus können zu jedem Produkt individuelle Tarifdetails erfragt werden, sodass Verbraucher genau wissen, wo eventuelle Gebührenfallen lauern. Zwar gibt es inzwischen nur noch wenige Banken ohne Gebühren, wer jedoch richtig sucht, der wird auch fündig.

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Eine Antwort zu “Girokonto: Aktuelle EZB-Entscheidung treibt Gebühren hoch”

  1. Johannes sagt:

    Ich kann absolut nur zustimmen. Wir können durch Flexibilität einen erheblichen Beitrag zur Marktwirtschaft beitragen und somit die Angebote verbessern. Ich kann nur raten zu vergleichen. Es gibt noch einige wenige Gebührenfreie Konten. Zu denen sollte man wechseln. Damit kann man ein Zeichen setzen!

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