Girokonto: Nur noch wenige Banken ohne Gebühren

Bild Girokonto ohne GebührenDie Banken geben sich hilflos: Angesichts der schlechten Zinslage blieben ihnen gar nichts übrig, als Gebühren für das Girokonto zu erheben. Selbst bei Standardleistungen wird mit Verweis auf die Nullzins-Linie der EZB beim Konto kräftig abkassiert.

Ob Überweisung am Automaten, Kontoauszüge oder aber die Führung des Girokonto an sich – überall lauert die Bank mit Gebühren. Anfang August waren es 28 Geldhäuser, die monatliche Zusatzkosten für das Girokonto verlangten. Diese liegen zwischen zwei und 14,90 Euro, je nach Art des Konto. Kostenlose Kreditkarten bieten immerhin noch 25 Banken an. Das geht aus einem aktuellen Konto-Vergleich von FOCUS Online hervor.

Gebühren-Dschungel beim Girokonto

Der Gebührenwahn bei deutschen Banken tobt, das können Kunden vielerorts bestätigen. Ob Kosten für die Kontoführung, Bareinzahlungen am Schalter, die Überweisungen am Automaten oder für die EC- und Kreditkarte. Kaum einer blickt noch durch, welcher Service was kostet, denn nicht alle Banken fassen die nötigen Informationen so zusammen, dass Konteninhaber sie auch verstehen. Für Verbraucher wird das Gebühren-Wirrwarr beim Girokonto auch deshalb so schlecht zu durchblicken, weil manche Leistungen besonders günstig sind, etwa niedrige Dispo-Zinsen, an anderer Stelle aber wieder teuer, beispielsweise bei der Kontoführung.

Kostenloses Konto auch mit Filiale

Dass Girokonto auch ohne Gebühren geht, zeigen aktuell immerhin noch sechs Banken. Folgende Konto-Produkte kosten die Kunde kein Geld:

● DKB-Cash (DKB Deutsche Kreditbank)

● Girokonto (ING-Diba)

● Top-Girokonto (PSD Bank Berlin-Brandenburg)

● GiroDirekt (PSD Bank Hessen-Thüringen)

● SpardaGiro (Sparda-Bank München)

Die oben genannten Girokonto-Angebote zeigen, es sind nicht nur die Direktbanken, die das Girokonto noch kostenlos anbieten. Auch Banken mit Filialnetz, wie etwa die PSD und die DKB können es sich offensichtlich leisten, keine Gebühren von ihren Kunden zu verlangen. Der Kreis der kostenlosen Angebote für das Girokonto erweitert sich im Übrigen noch, wenn auch jene Anbieter miteinbezogen werden, wenn man als Bankkunde auf Überweisungen mit Papierformular und andere Belegbuchungen verzichten kann. Dann stehen diese neun weiteren Konto-Angebote zur Auswahl:

● Girokonto (Audi Bank)

● Girokonto (comdirect bank AG)

● Girokonto (Consorsbank)

● Onlinekonto (Mittelbrandenburgische Sparkasse)

● Girokonto (netbank)

● 123 Girokonto (Santander Bank)

● Girokonto Kombi (Santander Consumer Bank)

● igiro (Sparda-Bank Südwest)

● Girokonto (Südwest)

Girokonto-Wechsel leicht gemacht

Wer sich jetzt überlegt, von der Abkassier-Bank hin zu einer günstigeren Alternative zu wechseln, sollte das auch im Hinblick auf die weiteren Leistungen tun. Wie hoch liegen die Zinsen für den Dispo-Kredit? Brauche ich als Kunde ein Filialnetz oder genügt mir die Möglichkeit, vielerorts Geld abheben zu können? Hier bietet sich ein Girokonto-Vergleich ideal an.

Ist man sich sicher, bei einer anderen Bank das bessere Angebot gefunden zu haben, ist der Wechsel des Girokonto recht schnell möglich. Bietet die neue Bank vielleicht einen Wechselservice für das Konto an? Dann sollten Sie diesen nutzen, denn er nimmt Ihnen Arbeit ab. Beim Kündigungsschreiben ist darauf zu achten, dass neben der eigenen Adresse und weiteren Kontaktdaten auch das neue Konto mit IBAN und BIC genannt wird, damit Restgeld vom alten auf das neue Girokonto überwiesen werden kann. Es schadet im Übrigen nicht, das neue Konto und das alte Konto einige Wochen parallel laufen zu lassen, damit Sie genügend Zeit haben, allen Finanzpartnern die neue Kontoverbindung mitzuteilen.

Das könnte Sie noch interessieren:

Tags: , , , , , ,

Unsere Autoren

Kommentar schreiben

Service Line

  • Wir beraten Sie gerne persönlich
  • 0800 - 589 589 0