Konto-Alarm: Jetzt schlagen die Sparkassen zu

Bild Sparkasse: Neue Gebühren fürs KontoWer Kunde der Berliner Sparkasse ist, dürfte in diesen Tagen feuchte Augen bekommen – leider nicht vor Glück. Um bis zu 75 werden die Kontogebühren dort erhöht. Und damit ist die Hauptstadtbank nicht das einzige Geldinstitut, das seine Kunden für das Girokonto bluten lässt.

Schon ab Dezember sollen Bankkunden der Berliner Sparkassen statt vier gleich sieben Euro im Monat für ihr Girokonto. Neukunden werden schon jetzt mit den höheren Gebühren bedacht. Das Online-Konto soll künftig drei statt zwei Euro kosten. Der Gang an den Filialschalter entfällt dann allerdings, sämtliche Bankgeschäfte müssen im Internet getätigt werden. Für Belegbuchungen und andere Services können zusätzliche Gebühren anfallen. So sollen gedruckte Auszüge vom Automaten oder vom Schalter jedes Mal zwei Euro kosten.

Berliner Sparkasse: Neue Kontomodelle, neue Gebühren

Die Berliner Sparkasse macht sich die Einführung neuer Kontomodelle zunutze, in deren Zuge eben auch die Gebühren verändert werden. Neben dem Konto „Giro Pauschal“ für sieben Euro im Monat und „Giro Digital“ für drei gibt es auch das Girokonto „Giro Individual“ für einen Euro monatlich. Wer jetzt denkt, er mache mit einem Kontowechsel zum „Giro Individual“ vielleicht ein Schnäppchen, sollte jedoch sein eigenes Nutzerverhalten im Blick haben. Denn bei dem monatlich günstigen Girokonto kostet jede Gutschrift, Lastschrift und auch jede Auszahlung am Geldautomaten gleich mal 30 Cent. Wer regelmäßig normale Bankgeschäfte tätigt, kann mit diesem Girokonto bei der Berliner Sparkasse gehörig in die Kostenfalle tappen. Laut Vorstandsmitglied Tanja Müller-Ziegler spiegelten die neuen Kontomodelle jedoch nur das Verhalten der Bankkunden wider.

Andere Sparkassen ziehen nach

Doch die Berliner Sparkasse ist nicht das einzige Geldinstitut der Bankengruppe, das seine Gebühren in diesem Jahr erhöht hat. Vor allem in Großstädten müssen Verbraucher tiefer in die Tasche greifen, wenn sie ihr Girokonto mit den gewohnten Konditionen nutzen wollen. In München gab es bereits im Frühsommer die letzte Gebührenerhöhung. Ein kostenloses Girokonto gibt es nur noch, wenn der monatliche Geldeingang über 1750 Euro liegt. Das gängige Konto kostet bei der Stadtsparkasse München 4,95 Euro, das Individual-Girokonto 2,95 Euro und die Komfort-Variante 7,95 Euro. Deutschlands größte Sparkasse, die Hamburger Sparkasse, führt zum 1. Oktober neue Kontogebühren ein. Neben den gängigen Kosten für das klassische Girokonto (3,95 Euro) kommen jedoch noch 40 Cent pro Überweisung hinzu. Da muss jeder Kunde selbst rechnen, ob bei seinem üblichen Nutzerverhalten nicht vielleicht das Upgrade auf ein andere Kontomodell lohnender wäre. Manche Geldhäuser erheben sogar Gebühren für die Zahlung mit der EC-Karte, wie etwa die Sparkasse Remscheid. Hier werden beim Standard-Kontomodell 40 Cent pro Kartenzahlung fällig.

Kostenloses Girokonto: Keine Nadel im Heuhaufen

Die Tendenz zeigt: Es wird zunehmend schwieriger, ein kostenloses Girokonto zu finden, weil vor allem die großen Banken und Sparkassen kräftig an der Preisschraube drehen, um ihre Verluste auszugleichen. Es gibt jedoch noch immer kostenlose Girokonten, sei es bei Filialbanken, Direktbanken oder einzelnen Regionalbanken. Weil der Kontowechsel seitens des Gesetzgebers bereits vereinfacht wurde, bestehen kaum noch Hürden, sich einen neuen Anbieter für das Girokonto zu suchen. Einen unkomplizierten Girokonto-Vergleich der Angebote mit kostenloser Kontoführung gibt es auf GELD.de.

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