Nur fürs Umrechnen: Fiese Gebühren an Geldautomaten

(foto) Geldabheben im Ausland: Vorsicht vor UmrechnungsgebührenUrlauber aufgepasst! Überall lauern Kostenfallen, doch diese ist besonders fies: Wer im Urlaub außerhalb des Euro-Raums Geld am Automaten abhebt und wissen möchte, wie hoch der auszuzahlende Betrag in Euro ist, der muss allein für diesen Service horrende Gebühren zahlen – Dann doch lieber selbst mitrechnen.

Das Bargeld gehört zu den besten Zahlungsmitteln im Urlaub. Doch wer im Ausland Geld ziehen möchte, sollte unbedingt die Taste „Sofortumrechnung“ meiden. Den tollen Umrechnungsservice lässt sich die Bank nämlich teuer bezahlen. Wer bereits in die Kostenfalle getappt ist, könnte unter Umständen sogar die gezahlten Aufschläge von seiner Bank zurückverlangen.

Geld abheben im Ausland kann teuer werden

Viele werden im Ausland schon einmal vor einem Geldautomaten gestanden und voller Freude die Taste „Sofortumrechnung“ getätigt haben. Schließlich erspart diese das lästige Umrechnen der jeweiligen Landeswährung in Euro und man will ja immerhin wissen, wie viel Euro man nun eigentlich abhebt. Wessen sich viele an der Stelle jedoch nicht bewusst sind: Die Betätigung dieser kleinen Taste hat ihnen unter Umständen richtig Geld gekostet. Denn für den komfortablen Umrechnungsservice erhebt so manche Bank einen stolzen Aufschlag von bis zu zehn Prozent des Betrags, der abgehoben wird.

Geld abheben im Ausland: So fies ist die Masche

Wie die Postbank mitteilt, fallen die Gebühren bei sämtlichen üblichen Karten – egal ob Kredit-, Bank- oder Sparkarten – an. Besonders gemein dabei ist, dass der verdeckte Aufschlag auf dem Display des Automaten für Kunden nirgendwo sichtbar wird. Vielmehr sind diese Anzeigen häufig so raffiniert angelegt, dass ahnungslose Urlauber, die bloß Geld abgeben möchten, automatisch in die Kostenfalle tappen. So berichtet etwa die „Welt“ von Geldautomaten eines Anbieters in Prag, bei denen das Display rot aufleuchtet, wenn ein Kunde die Umrechnung des Betrags in Euro nicht durchführt. Folglich glauben viele, dass sie etwas falsch gemacht haben und drücken dann doch noch ganz rasch auf die Euro-Taste mit dem Ergebnis, dass sie satte 9,4 Prozent weniger ausgezahlt bekommen als üblich.
Die Problematik ist zudem, dass auf dem späteren Kontoauszug lediglich der Eurobetrag nicht aber der Umrechnungskurs erscheint. Somit bekommen Kunden nicht selten überhaupt nicht mit, wie viel sie tatsächlich für die Umrechnung haben zahlen müssen.

Gebühren vorbeugen: Finger weg von Sofortumrechnung

Verbraucherschützer raten allen Urlaubern, beim Geldabheben im Ausland auf die Sofortumrechnung zu verzichten egal, wo diese angeboten wird. In die Kostenfalle können Verbraucher nämlich auch beim Tanken oder Einkaufen geraten.

Wer bereits auf diese Masche hereingefallen ist, kann eventuell sogar rückwirkend noch Maßnahmen ergreifen. Denn viele Banken versprechen weltweit kostenloses Bargeld mit der Kreditkarte. Wurden also wegen des Umrechnungsservices dennoch Gebühren berechnet, können Kunden sich diese bei ihrer Bank zurückholen. Allerdings muss dafür der Beleg vorgelegt werden. Also abschließend folgt noch der Tipp: Wer Geld im Ausland abhebt, sollte sich immer einen Beleg ausgeben lassen, auf welchem der Umrechnungskurs sowie der Fremd- und Eurobetrag erkennbar sind.

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