Vorgestellt: Das P-Konto

Nutzung des P-KontoSeit erstem Juli 2010 gibt es das sogenannte Pfändungsschutzkonto, kurz „P-Konto“. Drei Jahre nach seinem Start ist es Zeit, ein Fazit zu ziehen. Was hat sich geändert, wie funktioniert das Konto und wie wirkt es?

Seit knapp drei Jahren ist jeder Deutsche laut §850k Absatz 7 dazu berechtigt, bei einer deutschen Bank seiner Wahl ein Girokonto mit Pfändungsschutz einzurichten bzw. Eine entsprechende Umwandlung seines Girokontos zu fordern, die innerhalb von vier Tagen umgesetzt wird. Ein Rechtsanspruch auf eine Neueröffnung besteht bislang nicht, ist aber mit dem „Konto für Jedermann“ aktuelles, politisches Thema.

Rahmenbedingungen des P-Konto

Die Rahmenbedingungen haben sich seit der Einführung des P-Kontos kaum geändert: Das Konto kann nur als Einzelkonto geführt werden. Es ist nicht als Gemeinschaftskonto erhältlich. Der Grund dafür sowie der große Vorteil ist nämlich der Pfändungsschutz. Selbst, wenn man offene Kredite oder Rechnungen hat, verbleibt stets liquides Vermögen auf dem Konto. Dies erklärt auch, warum es nur ein Pfändungsschutzkonto pro Person geben darf. Ob das P-Konto, das besonders für finanziell belastete Personen geeignet ist, Auswirkungen auf die Bonität hat, ist bislang nicht geklärt.

Rückumwandlung des P-Kontos zum Girokonto

Das Pfändungsschutzkonto in ein konventionelles Girokonto zurückzusetzen ist nicht so einfach möglich. Einen rechtlichen Anspruch darauf gibt es jedenfalls nicht. Die Entscheidung liegt allein bei der Bank.

Gebührenfreies Konto seit 2012!

Als das P-Konto eingeführt wurde, fielen bei einigen Banken Gebühren dafür an oder der Wechsel zu höherpreisigen Kontomodellen wurde beabsichtigt. Seit November 2012 ist dies aber nun widerrechtlich. Der Bundesgerichtshof entschied, dass das P-Konto eine vertragliche Nebenpflicht zu einem herkömmlichen Girokonto ist und somit keiner weiteren Kosten bedarf. Zusätzliche Kosten sind damit untersagt. Ein P-Konto darf nicht teurer sein, als ein normales Girokonto. Seither laufen immerwieder Prozesse, das Pfändungskonto gänzlich von Kosten zu befreien. Aktuelle Diskussionen laufen unter dem Stichwort „Jedermannkonto“ – Geld.de berichtete.

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