Wieder im Rennen: Das Girokonto für Jedermann

Girokonto JedermannIm April scheiterte die Opposition vor CDU und FDP mit ihrem Antrag auf ein „Girokonto für Jedermann“, wie es allgemein bezeichnet wird. Somit lehnte die Regierung das gesetzliche Recht auf ein Girokonto ab. Gleichzeitig verhandelte jedoch auch die EU das Thema – ob Zufall oder nicht, nun erfährt der Antrag Unterstützung.

Über eine halbe Million deutsche Bundesbürger haben kein Girokonto, obwohl sie gerne eins hätten. Immerhin ist es ohne ein solches nur schwer möglich eine Arbeit anzunehmen oder nationale sowie internationale Transaktionen durchzuführen. Als die SPD im April diesen Jahres daher das „Girokonto für Jedermann“ zu fordern begann, widmete sie sich damit einem nicht groß bekannten, aber bestehenden Problem. CDU und FDP kippten den Entwurf allerdings.

Girokonto für Jedermann im Bundesrat

Nun zwei Monate später gewinnt das Thema wieder an Fahrt, denn der Bundesrat unterstützt das Vorhaben, jedem Deutschen das Recht auf ein Girokonto zu gewähren. Bislang hatten die Banken das Entscheidungsrecht. Die Länder möchten aber allen Verbrauchen die Chance geben, ihr Geld sicher zu verwalten. Ein Girokonto sei notwendig, so heißt es. Der Bundesrat begründet das Gesetz im Zusammenhang mit dem Wirtschafts- und Geschäftsleben, an welchem man anders kaum partizipieren kann.

Gesetzesentwurf bei der Bundesregierung

Nun hat der Bundesrat den Gesetzesentwurf für das praktische Girokonto für Jedermann an die Bundesregierung weitergeleitet. Sie wird ihn innerhalb von anderthalb Monaten in den Bundestag geben, wo erneut über die Gültigkeit des Gesetzes verhandelt wird. Welche Meinung die Regierung dieses Mal zu dem Vorschlag hat, wird mit Spannung erwartet. Sollte die Zustimmung erfolgen, darf jeder Deutsche gleich seiner Finanzlage ein Konto eröffnen. Da es bei den angedachten Konten aber kein Dispo gibt, soll verschuldeten Kunden mit der Kontoführung eine Beihilfe gegeben sein.

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