Kinder: Wichtige Versicherungen für den Nachwuchs

(Bild) VersicherungenFür Babys gibt es viele Ratgeber, doch kaum einer beschäftigt sich mit den Aspekten der Vorsorge, obwohl auch hier gilt: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Wie man sein Kind versichern sollte, können Eltern hier nachlesen.

Vielleicht ist es der schönste Vorsatz, den einige Paare für 2014 beschließen können: die Planung des eigenen Nachwuchs. Um die Kleinen vor möglichen Gefahren und Risiken zu schützen, sollte solch ein Vorhaben aber gut durchdacht sein. Dazu gehört dann früher oder später auch, so leidig es manchem sein mag, sich über die Versicherung Gedanken zu machen.

Kind in Familienversicherung aufnehmen

Für die gesetzliche Krankenversicherung gilt es, das Kind in die Familienversicherung aufzunehmen. Dies ist beitragsfrei möglich, indem es bei einem Elternteil in der jeweiligen Versicherung mitversichert wird. Damit wird das Kind bei Krankheit oder Verletzung geschützt und erhält medizinische Versorgung. Am sinnvollsten ist es, dass Kind über den Hauptverdiener in die Familienversicherung aufzunehmen, sofern dieser gesetzlich versichert ist. Die Familienversicherung gilt in diesem Fall bis zum 25. Geburtstag des Kindes oder bis der Nachwuchs seinen eigenen Lohn verdient und Sozialabgaben für die eigene Versicherung zahlt.

Die Haftpflichtversicherung für Kinder

Ebenfalls unverzichtbar ist die Haftpflichtversicherung, für den Fall, dass das Kind einen Schaden verursacht. So kann man den Nachwuchs gleichfalls zur Krankenversicherung in der privaten Haftpflicht mitversichern. Ein Fallstick besteht dabei jedoch, insofern das Kind noch keine sieben Jahre alt ist. Bis zu diesem Alter sind Kinder deliktfrei, können keine Schuld übernehmen und somit zahlt auch die Versicherung unter Umständen keinen Schaden. Dann werden für gewöhnlich die Eltern in die Verantwortung gezogen. Um diese Schwäche zu umgehen, kann aber durch einen Versicherungsvergleich auch ein Anbieter gewählt werden, der auf eine Kontrolle der Schuldfähigkeit verzichtet.

Regelungen bei der Unfallversicherung für Kinder

Was die dritte große Versicherung, die Unfallversicherung anbelangt, so sind Kinder auf dem Schulweg oder zum Kindergarten automatisch durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert bzw. fällt dies ohne weitere Kosten in die Zuständigkeit der Schule oder Kita. Eingeschlossen sind medizinische Versorgung, Maßnahmen zur Rehabilitation (Reha) sowie im äußersten Fall sogar eine lebenslange Rente. Versicherungsexperten raten aber dennoch, extra eine Kinderunfallversicherung abzuschließen. Sollte das Kind woanders verunglücken, als auf dem Schulweg, tritt diese Versicherung umfassend ein, bei jährlichen Kosten von etwa 60 Euro. Die private Unfallversicherung gilt dabei auch bei Behinderungen infolge von Krankheiten. Die gesetzliche Unfallversicherung bringt hingegen nur die notwendigsten Leistungen.

Vorsicht bei Komplett-Policen

Wer sich für die Versicherung seines Kindes von einem Versicherungsberater Hilfe holt, schlägt prinzipiell einen guten Weg ein. Vorsicht muss jedoch bei sogenannten Sorglos-Paketen oder Komplett-Policen an den Tag gelegt werden. In diesen Angeboten der Versicherungen sind eine Vielzahl von Leistungen verschiedener Versicherungen versammelt, sodass damit geworben wird, nur eine Versicherung für alles abschließen zu müssen. Nicht selten verbergen sich in den Paketen aber Lücken, sodass in Einzelfällen, die nicht exakt im Versicherungsvertrag festgehalten sind, kein Anspruch auf Leistungen besteht. In diesem Sinne sind auch zusätzliche Leistungen wie diverse Geldanlagen weniger attraktiv. Mit einer selbst gewählten Geldanlage wie einem ersten Sparbuch oder Tagesgeldkonto ist man weitaus flexibler.

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