Welche Versicherung schützt bei Personenschaden?

(Bild) UnfallversicherungNach schweren Unfällen sind Sachschäden das kleinere Übel. Tragischer sind Verletzungen und womöglich langfristige Folgen für die Gesundheit. Besonders traurig wird es, wenn Versicherungen vor den Kosten der Opfer zurückschrecken. Welche Versicherung wann haften muss, erläutert Blog.Geld.de.

Wer haftet, wenn ich mich oder ich andere verletze? Freilich macht man sich ungern Gedanken um die eigene Versicherung, aber diese Frage sollte man beantworten können. Das liegt schon im Interesse eines ruhigen Schlafes. Insbesondere weil Unglück, so die juristische Meinung, Bestandteil jedes Lebens ist und das Ausbleiben lediglich einen anhaltenden Glücksfall demonstriert.

Haftung bei Verletzungen anderer

„Kommt es zu einem Personenschaden, muss man dafür mit seinem gesamten Vermögen in unbegrenzter Höhe haften – ein Leben lang!“, warnt Alina Schön vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Bei Autounfällen schützt davor die Kfz-Haftpflichtversicherung. Sie übernimmt den Schaden bis zu einer Haftungshöchstgrenze, die bei mehreren Millionen liegt. Außerhalb des Straßenverkehrs ist hingegen die „normale“ private Haftpflichtversicherung zuständig, die als eine der wichtigsten Versicherungen gilt. Sie schließt auch die Lücke zur Kfz-Haftpflicht, die nicht bei Unfällen mit dem Fahrrad oder beim Skifahren greift.

Haftung bei persönlichem Schaden

Das Schmerzensgeld, das Unfallopfern zugestanden wird, steht natürlich auch einem selber zu. Es kann gesundheitliche Folgen zwar nicht ungeschehen machen, aber zumindest etwas die Lebensqualität ausgleichen. Außerdem steht bei einem Körperschaden der sogenannte „Haushaltsführungsschaden“ zu, sofern der Haushalt infolge des Unfalls nur noch eingeschränkt bewältigt werden kann. Weil der Haushaltsführungsschaden dann auf die kommenden Jahre hochgerechnet wird, steigt er oft über das Schmerzensgeld hinaus. Drittens steht Unfallopfern im Falle das Pflege notwendig wird, der Zuschuss aus der Krankenversicherung zu.

Haftung ohne Unfallgegner

Gibt es zum Beispiel bei einem Autounfall keinen Täter, so greift die deutsche Verkehrsopferhilfe. Kann der Unfallgegner aufgrund von Fahrerflucht oder anderen Ursachen nicht ermittelt werden oder handelt es sich um einen Schwarzfahrer, greift dieser Garantiefond ein und unterstützt das Opfer durch finanzielle Hilfe.

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