Einbrüche in Deutschland: So liegt Ihr Geld sicher

Bild Einbrüche in DeutschlandDie Zahl der Einbrüche in Deutschland steigt. Das bestätigt auch der aktuelle Einbruchatlas Deutschland von SPIEGEL ONLINE. Die Auswertung der Einbruchszahlen zeigt zudem eine starke regionale Gewichtung der Einbruchsdelikte.

Im Norden wird häufiger eingebrochen als im Süden, im Osten gibt es weniger Einbrüche als im Westen. Die interaktive Deutschlandkarte des Einbruchsatlas ist in manchen Gegenden stärker gerötet als in anderen, das heißt, an bestimmten Stellen häufen sich die Einbrüche.

Einbrüche: In NRW wird die Karte dunkelrot

So gehört Nordrhein-Westfalen zu den bevorzugten Regionen für Kriminelle. Für 2015 musste die Polizei mehr als 62.000 Taten verzeichnen, in denen Wertgegenstände, technische Geräte, aber auch Bargeld aus Haus und Wohnung entwendet wurden. Geht es nach dem NRW-Innenminister, Ralf Jäger, sind vor allem äußere Umstände, wie die gute Infrastruktur und die Anonymität in den Ballungszentren, ursächlich für den unrühmlichen Spitzenplatz. Vielmehr scheint jedoch auch der geringe Verfolgungsdruck durch die Polizei den Einbrechern zuzuspielen. Denn diese richten sich durchaus nach der Arbeit der Polizei. Und sie setzen darauf, dass viele Deutsche Schmuck und Bargeld immer noch zuhause aufbewahren.

Geld sicher aufbewahren: im eigenen Heim

42 Prozent der Deutschen verwahren Bargeld in den eigenen vier Wänden, den gestiegenen Einbruchzahlen zum Trotz. Dazu kommen häufig noch Schmuck und teure Uhren, sowie Erbstücke mit ideellem Wert. Durchschnittlich finden Einbrecher in deutschen Wohnungen rund 1.100 Euro Bargeld vor, die dort gelagert werden. Oft wähnen sich die Besitzer dadurch in Sicherheit, dass sie ihr Erspartes sowie Omas Nachlass an besonders „kreativen“ Orten verstecken. Doch Experten bestätigen, was Einbrecher längst wissen: die gängigen Tricks, um Geld oder Schmuck zu verstecken, funktionieren längst nicht mehr. Unter der Matratze, in der Kaffeedose, im Kühlschrank, im Kopfkissen – Kriminelle wissen ganz genau, wo sie suchen müssen, wenn sie einmal in Wohnung oder Haus gelangt sind. Auch getarnte Verstecke, wie etwa leere Buchhüllen oder als Dosenware getarnte Aufbewahrungen sind mehr als fatal, denn geübte Seriendiebe finden diese schnell aus den normalen Einrichtungsgegenständen und Vorräten heraus. Gerade wertvolle Schmuckstücke und größere Geldbeträge sollten ihren Platz hier nicht finden, denn solche Verstecke gelten nicht als gesicherte Wertbehältnisse. Im schlechtesten Fall weigert sich dann auch die Hausratversicherung, den Schaden zu begleichen. Wer Wertvolles partout zuhause lagern möchte, dem seien Heimtresoren als sichere Aufbewahrungsmöglichkeit empfohlen. Aber es geht auch anders.

Immer beliebter: Schmuckstücke und Bargeld im Schließfach

Einbrechern erst gar nichts bieten will, oder bereits die leidvolle Erfahrung gemacht hat, dass Geld und Wertgegenstände abhanden gekommen sind, kann sich bei der Bank ein Schließfach anmieten. Je nach Größe gibt es diese bereits ab 25 Euro pro Jahr. Die Versicherungssummen variieren je nach Bank und sind zum Teil in den Jahresmieten enthalten. Andere Anbieter stellen zunächst nur die Fächer an sich und bieten Extra-Versicherungen an. Kunden können sich dann aussuchen, ob ihnen der Schutz im Bankgebäude ausreicht, oder ob sie sich zusätzlich gegen einen Bankraub versichern wollen. In manchen Fällen greift auch die Hausratversicherung beim Verlust aus dem Bankschließfach. Besonders leistungsstarke Tarife der Hausratversicherung inkludieren den Schutz für ein Bankschließfach. Dieses muss in den Versicherungsbedingungen jedoch explizit benannt sein, etwa unter dem Stichpunkt „Außenversicherung.“

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Eine Antwort zu “Einbrüche in Deutschland: So liegt Ihr Geld sicher”

  1. Honoro sagt:

    Leider häufen sich nach einem Einbruch auch immer mehr Gebäudeschäden und auch Schäden durch Vandalismus nach einem Einbruch sind nicht selten.

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