Hand aufs Herz: Wer braucht die Hausratversicherung?

(Bild) HausratversicherungDa meldet man der Hausratversicherung einen Schaden und dann zahlt sie nicht! Immer noch werden viele Verbraucher durch solch eine Enttäuschung darauf aufmerksam, wie eingeschränkt Schäden am Hausrat durch die Hausratversicherung versichert sind. Lohnt die Versicherung da überhaupt?

Versicherungsschutz vor Nachlässigkeit

Wer die Folgen von Unachtsamkeit, Unglück und Pech doch durch die Hausratversicherung abgedeckt wissen will, der sollte seine Versicherung auf eine entsprechende Klausel hin untersuchen. Man kann die Hausratversicherung dann so anpassen lassen, dass sie auch für Folgen eines Unglücks komplett oder bis zu einer maximalen Versicherungssumme eintritt. Versichert ist man dann beispielsweise auch gegen Schäden, die infolge eines angekippten Fensters entstanden – Einbruch oder Wasserschäden. Ein anderes Beispiel wären Schäden durch Feuer, infolge einer unbeaufsichtigten Kerze. Wer eine entsprechende Klausel aber nicht im Vertrag hat, sollte über eine Erweiterung oder den Wechsel der Hausratversicherung nachdenken!

Weitere Tücken bei der Hausratversicherung

Unbekannt ist den meisten Verbrauchern auch, dass sie ihrer Hausratversicherung sogenannte Gefahrerhöhungen zu melden haben. Andernfalls riskieren sie den Versicherungsschutz. Als Gefahrerhöhung gelten Umstände, die einen Schaden begünstigen können. Ein Beispiel dafür wäre eine lange Reise, während welcher die Wohnung lange Zeit unbeaufsichtigt ist. Auch der Abbau einer Alarmanlage oder der Aufbau eines Fassadengerüsts für Renovierungsarbeiten, über welches Einbrecher einsteigen können, sind der Hausratversicherung zu melden. Weil solche Handlungsweisen oft vergessen werden, tritt die Hausratversicherung mitunter nicht für entstandenen Schaden ein.

Versicherungsumfang der Hausrat

Allerdings ist die Hausratversicherung prinzipiell eine sehr gute und nützliche Versicherung. Sie versichert nicht nur gegen Schäden an der Wohnung, dem Grundstück, Garagen, Dachböden, Kellern und Schuppen; sondern schützt auch mitgeführtes Eigentum auf Reisen. Zuständig dafür ist die sogenannte Außenversicherung der Hausrat. Sie ist für gewöhnlich im Vertrag enthalten. Der Versicherungsumfang der Hausratversicherung ist also sehr groß. Der Knackpunkt ist lediglich, was vom persönlichen Besitz tatsächlich wogegen versichert sein sollte. Wer Werte und Risiken gut abschätzt, kann dann auch noch bei der Versicherung viel Geld sparen.

Hausrat nach Bedarf versichert

Wer wirklich wertvollen Hausrat besitzt, für den ist die Versicherung unverzichtbar. Wertvolle Güter sollen geschätzt werden und anhand des Gesamtwertes eine Versicherungssumme errechnet werden. So vermeidet man, dass der pauschal errechnete Versicherungsschutz zu gering ausfällt. Man will schließlich nicht für eine Unterversicherung aufkommen.

Versicherungen für Studenten

Studenten, Berufseinsteiger und andere Verbraucher, die noch keinen teuren Wohnstand haben, benötigen jedoch keine Hausrat. Hier lohnen sich die monatlichen Beiträge selbst bei der günstigsten Hausratversicherung ab 1,86 Euro monatlich erfahrungsgemäß nicht. Ausnahmen wären lediglich Spezialisten, die etwa besonders teure Technik in der Wohnung aufbewahren, wie Musikequipment, kostspielige Computer oder auch Sportgeräte. Hierfür empfiehlt sich dann aber auch direkt, die praktische Geräteversicherung zu wählen. Falls es zu Schäden kommt, ist es bei solch speziellen Gütern außerdem hilfreich, noch den Kassenzettel zu besitzen.

Kosten selbst abwägen

Und wer sich jetzt weder bei wertvollem Hausrat, noch bei der studentischen Wohnung wiederfindet, der kann sich nach folgendem Tipp richten. Unabhängig vom Wert des Hausrat, kann man den Versicherungsbeitrag zur Hausratversicherung auf zehn Jahre hochrechnen. Die so errechnete Summe stellt man dann potenziellen Versicherungsgütern in der Wohnung gegenüber. Eine günstige Hausratversicherung  gibt es schon für unter zwei Euro im Monat. Das sind im Jahr keine 24 Euro bzw. 240 Euro in 120 Monaten. Wertgegenstände wie Technik, Schmuck, Antiquariat und Kunst über diesem Wert lohnt es sich zu versichern! Die empfohlene Versicherungssumme für die gesamte Wohnung kann man hingegen aus der Formel Quadratmeter mal 700 Euro berechnen.

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2 Antworten zu “Hand aufs Herz: Wer braucht die Hausratversicherung?”

  1. Tobias Bierl sagt:

    Danke für den guten Beitrag – sehr interessant.

    Dem Thema der groben Fahrlässigkeit und der Abdeckung von 100 % kann nicht genug Beachtung geschenkt werden!

  2. Jens Winkler sagt:

    Ich kann dem Bereich „Studenten“ nicht vollständig zustimmen. Auch ich verfechte die Ansicht bei der Qual der Wahl „Unfallversicherung oder Hausratversicherung“, dass die Entscheidung zu Gunsten einer Unfallversicherung gehen sollte. Die Hausrat ist bei geringem Hausstand eher zweitrangig. Allerdings sollte beachtet werden, dass in guten Verträgen auch der vorübergehende Hausrat außerhalb der Wohnung oft mit versichert ist und in einem Zeitalter in welchem Tablets und Handy’s mehrfach bei Studenten vorkommen, würde ich überlegen, ob die 1,86€/Monat wirklich so „nicht lohnend“ sind. Wenn man es hoch rechnet kommen hier in 1 Jahren lediglich ca. 223€ ins Spiel. Ein Schaden, und der Beitrag hat sich bereits rentiert.

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