Studie: Mehr Fahrraddiebstahl in deutschen Großstädten

Bild FahrradcodierungRund 330.00 gestohlene Fahrräder und ein Gesamtschaden von mehr als 150 Millionen Euro – das ist die Bilanz der aktuellen Geld.de-Studie zum Thema Fahrradklau. Damit stieg die Diebstahlrate 2011 um 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Und als Schutz hilft nur eines: ein gutes Schloss.

Insgesamt 38 Städte untersuchten die Studienverantwortlichen vom Verbraucherversicherungsportal GELD.de. Die dabei im Zentrum stehende Frage: Welche deutsche Großstadt (Einwohnerzahl: ab 200.000) ist aus Sicht von Fahrradbesitzern die unsicherste? Die absolut gemeldeten Fahrraddiebstähle wurden dazu ins Verhältnis pro 100.000 Einwohner gesetzt.

Münster ist Hochburg der Fahrraddiebe

Platz eins belegte demnach Münster. Hier wurden im Schnitt 13 Fahrräder pro Tag entwendet. Schon im letzten Jahr konnte sich die Westfälische Studentenstadt den unliebsamen Titel sichern, vor allem weil sie gleichzeitig die Stadt mit den meisten Radfahrern ist. Konkurrenz bekommt sie indes von Städten wie Bremen und Lübeck. Sie landeten mit 1.185 beziehungsweise 1.124 geklauten Rädern pro 100.000 Einwohnern auf Platz zwei und drei. Sicherer sind Städte wie Köln und Hamburg mit jeweils 757 und 754 geklauten Rädern pro studienrelevante Einwohneranzahl.

Weniger Fahrraddiebstähle in Wuppertal

Sicherer leben Fahrradbesitzer in Wuppertal. Die Stadt konnte mit 79 Diebstählen pro 100.000 Einwohnern und damit einer um 88 Prozent niedrigeren Quote überzeugen. Auch Bochum, Chemnitz, Wiesbaden und Stuttgart erwiesen sich als sicher. Rückschlüsse auf die innerstädtische Sicherheit für Fahrradbesitzer boten auch die Aufklärungsquoten. Hier schnitten Hamburg, Mannheim, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Essen und Berlin mit Quoten von unter 5 Prozent besonders schlecht ab. In München, Chemnitz oder Magdeburg können sich die Ermittler mit Aufklärungsanteilen im zweistelligen Prozentbereich brüsten. Besonders bitter für Berlin: Da die Hauptstadt eine große Einwohnerzahl hat, kann sie sich bezüglich der Diebstahl-Quote pro 100.000 Einwohner zwar im Mittelfeld behaupten. Absolut fanden mit knapp 26.000 gestohlenen Rädern hier aber die meisten Delikte statt.

Insgesamt schätzen die Studienverantwortlichen den Gesamtschaden auf über 150 Millionen Euro. So wurden 2011 rund 22.000 Fahrräder mehr geklaut als noch im Vorjahr. Dementsprechend bietet es sich an, den Fahrrad-Diebstahl in der Hausratversicherung mit zu vermerken. So kann der finanzielle Schaden im Ernstfall ausgeglichen werden. Bevor es dazu kommt, sollte jedoch besonders in eines investiert werden: ein sicheres, abschreckendes Schloss.

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