Black Box: So sparen junge Fahrer bei der Kfz-Versicherung

(foto) Junge Autofahrer - mit der Black Box zur günstigeren Kfz-Versicherung Wer als Fahranfänger sein erstes Auto versichern möchte, muss ganz schön tief in die Tasche greifen. Da junge Fahrer immer wieder hohe Schäden verursachen, zahlen sie stets mehr für ihre Kfz-Versicherung. Leidtragende sind dabei natürlich besonnene Fahranfänger, die jedoch bald auch günstig unterwegs sein könnten.

Das Zauberwort heißt Black Box: Mit dieser Technologie wollen Autoversicherer ihren Kunden künftig günstigere Prämien ermöglichen. Denn hierbei errechnet sich die Versicherungsprämie fürs Auto anhand des Fahrstils des Versicherungsnehmers. Vor allem jüngere Autofahrer könnten davon enorm profitieren und künftig eine günstigere Kfz-Versicherung fürs Auto abschließen.

Kfz-Versicherung: 2015 das Jahr der Black Box?

Die Black oder auch Telematik Box ist zwar keine neue Erfindung – schließlich werden die Geräte schon lange in Flugzeugen eingesetzt – allerdings gab es diese bislang nur selten für das Auto. Doch das könnte sich nun ändern, so wird die VHV Versicherung die Telematik-Technik 2015 zum ersten Mal im großen Stil anbieten. Ab Oktober dieses Jahres führt die VHV fürs Auto einen Versicherungstarif ein, bei welchem die Höhe der Beiträge vom Fahrverhalten der Kunden abhängig gemacht wird. Der VHV-Vorstand Per-Johan Horgby äußerte gegenüber dem Magazin Wirtschaftswoche, dass die Versicherung mit 10.000 Versicherungskunden rechnet, welche sich ein solches Gerät einbauen. Doch nicht nur die VHV will die Kfz-Versicherung mit Black Box anbieten. Auch der größte Autoversicherer Allianz erwägt die Einführung solcher Tarife in Deutschland. Zudem plant die Axa im vierten Quartal mit Telematik-Policen speziell für junge Autofahrer an den Markt zu gehen.

Rentabilität der Black Box-Tarife umstritten

Das Geschäftsmodell „Pay as you drive“ („Zahle, wie du fährst“) ist allerdings nicht unumstritten. So waren die ersten Anläufe der Telematik-Technik wirtschaftlich nicht von Erfolg gekrönt. Der Vorstand der Versicherung Provinzial Rheinland, welche erstmals diese Tarife anbot, sagte damals, dass sich auf Grundlage der erhobenen Daten die genauen Risiken nicht kalkulieren ließen. Die R+V Versicherung zweifelt ebenfalls an der Rentabilität dieses Ansatzes.

Fahrer mit Box fahren vorsichtiger

Die VHV hatte die Technologie ein Jahr lang getestet und dabei über zehn Millionen Euro an Investitionen getätigt. Dabei konnte festgestellt werden, dass viele der insgesamt 300 Testfahrer mit Telematik Box mit ihrem Auto weniger Schäden verursachten. Das Unternehmen hofft, dass insbesondere jüngere Fahrer den neuen Versicherungstarif wählen. Hierbei könnten vor allem diejenigen profitieren, die ihr Auto sowieso stets sehr sicher steuern, denn sie müssen das Auto nicht überteuert versichern. Doch das Gerät könnte auch einen positiven Effekt auf leichtsinnigere Fahranfänger haben. Denn dem digitalen Beifahrer entgeht nichts.

Black Box: Vorteile für den Autofahrer

Viele möchten sich nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass die Box von der Fahrgeschwindigkeit über das Brems- und Lenkverhalten bis hin zu den Fahrrouten alles festhält. Doch das Prinzip von Big Data hat auch etwas für sich: So setzt das Gerät im Falle eines Auto -Unfalls automatisch unverzüglich einen Notruf ab. Zudem ist ein Auto mit Telematik Box besonders vor Diebstahl geschützt.

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