Hohe Preisdifferenzen bei der Autoversicherung

Preisdifferenzen bis zu 646 Euro

Gleiche Leistung, halber Preis. Wie groß ist das viel zitierte Sparpotenzial bei Kfz-Versicherungen im Einzelfall und wo lauern für welchen Fahrzeugtyp die absoluten Tiefpreisschnäppchen? Das Finanzportal GELD.de hat pünktlich zur aktuellen Wechselsaison 38 Tarife mit 62.000 unterschiedlichen Tarifvarianten ausgewertet und dabei Prämienspannen von jährlich bis zu 646 Euro für gleiche Versicherungsleistungen aufgedeckt.

Fazit: Ein Aachener Autobesitzer kann im Extremfall bis zu 646 Euro im Jahr sparen, wenn er sich für die richtige Autoversicherung entscheidet. Weiterhin hat das GELD.de-Team für jeden Kreis mit eigenem Kennzeichen recherchiert, was der Autofahrer beim Wechsel sparen kann. Zu diesem Zweck wurden die folgenden Variablen in einen Pool geworfen: 439 deutsche Kfz-Zulassungslandkreise, vier repräsentative deutsche Fahrzeugtypen und 17 per Zufallsgenerator auswählte unterschiedliche Kfz-Versicherungsanbieter.

Als weitere Einflussfaktoren auf die Prämienhöhe wurden außerdem das Alter des Fahrers, seine Schadenfreiheitsklasse, Wohnort, Autotyp und gewünschtes Leistungspaket berücksichtigt und nach der größten Wahrscheinlichkeit (der prototypische „Benzfahrer“) kombiniert. Die Wahl der Autotypen fiel daraufhin die vier repräsentativsten Marken im deutschen Straßenverkehr: Der VW Polo ist mit 1,5 Mio. Fahrzeugen vertreten, der VW Golf mit 3,8 Mio Fahrzeugen, der 5er BMW mit 589.000 und Mercedes C-Klasse-Wagen mit 1,1 Mio Fahrzeugen.

Erstes Szenario: Wenn alle Autobesitzer der genannten Marken in allen 439 Zulassungsbereichen vom teuersten in den billigsten Tarif wechseln, käme folgendes Sparpotenzial zustande. In der 5er-BMW-Klasse ließen sich bei einem kollektiven Wechsel 117.577 Euro einsparen, Zweitplatzierter wären alle Mercedes-Benz-Fahrer mit 104.529 Euro weniger Kfz-Versicherungsprämie, Polofahrern winkt etwa 73.945 Euro und Golffahrer rund 54.928 Euro jährliche Ersparnis.

Nimmt man für jede Fahrzeugmarke den prototypischen Autofahrer, ergibt sich folgendes Bild:

1) Ein acht Jahre alter VW-Polo mit einer 25-jährigen Fahrerin, Kfz-Haftpflichtversicherung (mit Schutzbrief) und einer Schadensfreiheitsklasse 3, Teilkasko inklusive 150 Euro Selbstbeteiligung. Die Prämienzahlung erfolgt jährlich. Keine Extras wie Mallorca-Police, Mitversicherung der groben Fahrlässigkeit oder Folgeschäden durch Marderbisse

2) Ein zwei Jahre alter VW-Golf Typ 4 mit einem 38 Jahre alten Fahrer, Haftpflicht (kein Schutzbrief), Vollkasko (500 Euro SB) und Teilkasko (150 Euro SB), Schadensfreiheitsklasse 19 in Haftpflicht und Vollkasko. Extras wie Mallorca-Police, grobe Fahrlässigkeit oder Folgeschäden durch Marderbiss mitversichert

3) Ein zwei Jahre alter BMW 530d mit einem 38-jährigen Fahrer, Kfz-Haftpflicht (ohne Schutzbrief), Vollkasko (500 Euro SB) und Teilkasko (150 Euro SB). Extras wie Mallorca-Police, grobe Fahrlässigkeit und Folgeschäden durch Marderbiss mitversichert

4) Ein zwei Jahre alter Mercedes-Benz C200 CDI mit 58 Jahre altem Fahrer plus Partner, Kfz-Haftpflicht (plus Schutzbrief), Vollkasko (SB 500 Euro) und Teilkasko mit 150 Euro SB, Schadensfreiheitsklasse 5 (Haftpflicht und Vollkasko), jährliche Beitragszahlung. Mallorca-Police, grobe Fahrlässigkeit und Folgeschäden durch Marderbiss mitversichert

Wenn jeder Autofahrer in die günstigste Police wechseln würde, hätten die deutschen Kfz-Versicherungsunternehmen Mindereinnahmen in Höhe von deutlich über 100 Millionen Euro im Jahr. Jeweils eine Karte pro untersuchtem Fahrzeugbeispiel veranschaulicht die teuersten, günstigsten und durchschnittlichen Kfz-Prämien für die 57 größten Städte in Deutschland.

Beispiel VW Polo:

• Die Polofahrerin aus dem obigen Beispiel fährt in Berlin, Erfurt, Aachen, Augsburg oder Saarbrücken am teuersten

• Billiger geht es in Frankfurt oder Stuttgart. In der GELD.de-Berechnung gelten plus/minus-Abweichungen von zehn Euro von der Durchschnittsprämie als teuer oder billig

• In Cottbus kostet das gleiche Versicherungspaket zwischen 228 Euro (19 Euro/Monat) und 367 Euro. Wählt die Polofahrerin den günstigsten Kfz-Tarif, kann sie monatlich 12 Euro gegenüber dem teuersten Tarif einsparen

• Ein Umzug ins bayrische Großstädtle (Augsburg oder Nürnberg) kann die Polofahrerin teuer zu stehen kommen. Im Extremfall zahlt sie 590 Euro. Vergleicht sie alle Gesellschaften und versichert sich im günstigsten Tarif zu 317 Euro pro Jahr, hat sie bei gleicher Leistungen dennoch monatlich 23 Euro gespart

• http://presse.unister-gmbh.de/de/unister.de/index/foto/id/345

Beispiel BMW:

• Das größte Sparpotenzial für den BMW-Beispielfahrer lauert im norddeutschen Oldenburg

• Günstiger als in Oldenburg fährt er, wenn man nur die der 17 ausgewählten Anbieter betrachtet, mit 310 Euro jährlich nirgendwo sonst in Deutschland

• Bei Stadt- und Versicherungswechsel zahlt der BWM-Fahrer im ungünstigsten Fall bis zu 646 Euro mehr – so berechnet für die Stadt Aachen und den teuersten Tarif

• Ebenfalls günstige Städte sind für BMW-Fahrer Münster (319 Euro) und Schwerin (315 Euro)

• http://presse.unister-gmbh.de/de/unister.de/index/foto/id/345

Weitere geographische Prämienverteilungen unter:

• VW Golf IV: http://presse.unister-gmbh.de/de/unister.de/index/foto/id/343

• Mercedes Benz C200 CDI: http://presse.unister-gmbh.de/de/unister.de/index/foto/id/344

Sparen beim KfZ-Versicherungsvergleich

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