Kfz-Typklassen: Vieles neu in 2017

Bild Kfz Typen ab 2017Im nächsten Jahr wird es teuer für viele Autofahrer. Dank der neuen Typklassenstatistik für 2017, die Anfang September veröffentlicht wurde, müssen sich einige Verbraucher auf Veränderungen in den Kfz-Versicherungsbeiträgen einstellen.

Wie viel Autofahrer für ihre Kfz-Versicherung bezahlen müssen, hängt auch von der Typklasse des versicherten Wagens ab. Diese spiegelt den Assekuranzen das Schadensrisiko eines Autos wider. Fahrzeuge mit einer hohen Schadensquote und hohen Reparaturkosten werden in einer hohen Typklasse eingestuft, Fahrzeuge die selten in Unfälle verwickelt sind, in einer niedrigen. Einsteigermodelle haben deshalb zumeist eine höhere Typklasse, denn Fahranfänger verursachen die häufigeren Blechschäden. Einmal im Jahr wird diese sogenannte Typklassenstatistik vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) aktualisiert. Daraus ergeben sich auch für 2017 neue Typklassen.

Kfz-Versicherung: Diese Fahrzeuge werden teurer

Laut GDV ergeben sich aus der neuen Statistik nur für rund ein bis drei Prozent der versicherten Fahrzeuge Veränderungen um mehr als eine Typklasse. Doch selbst wer nur eine Klasse höher eingestuft wird, muss nächstes Jahr unter Umständen deutlich mehr bezahlen. Wenn etwa der Schadenfreiheitsrabatt noch gering ist oder die Typklasse in Haftpflicht oder Kasko gleichermaßen hochgestuft wurde, kann es schnell teuer werden. Die Verlierer der aktuellen Typklassenstatistik sind etwa der Bmw 2er Active und Gran Tourer: Beide Fahrzeuge haben sich in Haftpflicht und Vollkasko um gleich drei Klassen verschlechtert. Nur in der Haftpflicht trifft es Halter eines Opel Mokka 1.6 CDTi mit 136 PS besonders hart, der sich um drei Typklassen verschlechtert. Der Audi A5 2.0 TSFI mit 230 PS steigt in der Teilkasko sogar um vier Klassen.

Andere Modelle hingegen erfahren eine Verbesserung: Der Audi S3 wird um zwei Klassen in der Haftpflicht günstiger, ebenso die Fahrzeuge Seat Leon 1.6 TDI (110 PS), der Leon Cupra 290, der Skoda Fabia 1.0 (60 und 75 PS) und der VW Golf 1.4 TSI mit 125 PS.

Die Sache mit den Typklassen

Haftpflicht, Vollkasko und Teilkasko werden in der Typklassenstatistik getrennt voneinander ausgewertet. Folglich gibt es eine Vielzahl verschiedener Typklassen.

Haftpflicht: 16 Typklassen (10-25)
Vollkasko: 25 Typklassen (10-34)
Teilkasko: 24 Typklassen (10-33)

In welcher Klasse Ihr Fahrzeug eingestuft wird, ist unter anderem der Beitragsrechnung des Versicherers zu entnehmen.

Was tun, wenn die Tyklasse wechselt?

Auch der Wohnort ist relevant für die Einordnung in die Typklassen, wobei Versicherungsnehmer in einer Straße aber mit verschiedenen Postleitzahlen auch verschieden eingestuft werden können. Auch von Stadt zu Land kann es erhebliche Unterschiede geben, weil in ländlichen Gebieten eher weniger Unfälle passieren als. Konkret kann die neue Einstufung in zwei oder mehr Klassen höher als bisher Mehrkosten im dreistelligen Bereich verursachen. Gültig sind die neuen Typklassen für Autofahrer mit einem neuen Vertrag ab sofort, die alten Verträge werden zum Jahreswechsel umgestellt. Glück im Unglück haben all jene Versicherten, denen eine Anhebung der Kfz-Beiträge durch einen Typklassen-Wechsel ins Haus steht. Sie können in diesem Fall außerordentlich kündigen. Mit dem Kfz-Versicherungsvergleich von GELD.de können Autofahrer in nur wenigen Minuten zahlreiche Anbieter und deren Tarifkombinationen kostenlos vergleichen und so die für sie günstigste Kfz-Versicherung finden.

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