Kfz-Versicherung: Neues Risikomerkmal ab 2013

Neues Risikomerkmal führt zu Beitragsänderung in der Kfz-VersicherungAb 2013 gilt ein neues Risikomerkmal in der Kfz-Versicherung, welches zur Folge hat, dass etwa die Hälfte der in Deutschland zugelassenen Kraftfahrzeuge in eine andere Typklasse umgestuft werden. Bei den meisten Umstufungen handelt es sich jedoch nur um einen Wechsel in die jeweils höhere oder niedrigere Typklasse.

Der Grund für die Umstufungen ist, dass sowohl das Alter des Versicherungsnehmers als auch das Alter des jüngsten Nutzers des betreffenden Kraftfahrzeugs nun als Risikomerkmal gelten und zur Berechnung der Typklasse herangezogen werden. Laut der neuen Typklassenstatistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bedeutet dies für etwa 90 Prozent der Versicherungsnehmer lediglich eine Umstufung in die nächst höhere oder niedrigere Klasse. Etwa 36 Prozent der Versicherungsnehmer werden eine Klasse niedriger eingestuft, für 55 Prozent geht es in die nächst höhere Klasse.

Änderungen für Voll- und Teilkaskoversicherte

Etwa 45 Prozent der Fahrzeuge mit Vollkaskoschutz sind von den Umstufungen betroffen, davon steigen 32 Prozent in die nächste Typklasse auf, 59 Prozent sinken in die nächst niedrigere Klasse. In der Teilkaskoversicherung sind etwas mehr Fahrzeuge von der Änderung betroffen, nämlich über 50 Prozent. Davon werden etwa 21 Prozent in die nächst höhere Klasse umgestuft, während fast 75 Prozent um eine Klasse nach unten rutschen. Doch auch für die Kfz-Haftpflichtversicherung zieht das neue Risikomerkmal eine Änderung nach sich: Hier werden die unfallfreien Jahre eines Autofahrers nun stärker berücksichtigt. Die sogenannte SF-Staffel endete bislang bei 25 Jahren ohne Unfall, wurde nun jedoch auf 35 Jahre erweitert.

Hintergrundinfo: Typklassen

Die Typklassen spielen eine zentrale Rolle bei der Berechnung der Beiträge zur Kfz-Kasko- und Haftpflichtversicherung. Die Klassen gelten für die in Deutschland zugelassenen Automodelle und spiegeln deren Unfall- und Schadensbilanzen wider. In der Kfz-Haftpflichtversicherung beeinflussen vor allem Fahrweise und Fahrzeugart die Berechnung der Typklasse. Bei der Kaskoversicherung dagegen spielen neben Verkehrsunfällen auch Fahrzeugdiebstähle und -brände sowie Glasschäden eine Rolle bei der Festlegung der Typklasse. Zu diesem Zweck untersucht der GDV jährlich die Schadensbilanzen der Fahrzeugtypen.

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