Kfz-Versicherung: So bekommen auch Senioren faire Preise

Bild Kfz-Versicherung für SeniorenSenioren zahlen deutlich höhere Prämien zur Kfz-Versicherung – der einzige Grund: ihr Alter. Je älter Autofahrer schließlich sind, desto mehr Unfälle verursachen sie, so lautet zumindest die Überlegung der Versicherungen. Doch mit einigen Tricks bekommen auch ältere Fahrer faire Preise.

Ob Fahrkarten für Bus und Bahn oder Eintrittskarten für Kino, Theater und Ausstellungen – vielerorts sind die Preise für Senioren deutlich geringer. Doch bei der Kfz-Versicherung ist genau das Gegenteil der Fall: Hier gelten steigende Beiträge nahezu mit jedem Lebensjahr. Senioren müssen sich dies jedoch nicht gefallen lassen. Mit nur einigen kleinen Tipps können sie ihre Prämien zur Kfz-Versicherung merklich senken.

Kfz-Versicherungen ernten scharfe Kritik

Das Vorgehen der Kfz-Versicherungen sorgt nicht nur von Seiten der Betroffenen für Empörung. Zuletzt meldete sich auch der Auto Club Europa (ACE) zu Wort, nachdem Recherchen des clubeigenen Magazins ACE LENKRAD ergeben hatten, dass 75-jährige Autofahrer häufig über 60 Prozent mehr an Jahresprämie zur Kfz-Versicherung zahlen müssen als etwa Fahrzeuglenker im Alter von 60 Jahren. Der ACE kritisierte die Versicherungen scharf, indem er ihnen vorwarf, es sich zu leicht zu machen, wenn die Versicherungsgesellschaften auf das erhöhte Unfallrisiko der älteren Generation schlichtweg mit höheren Beiträgen reagierten. Insbesondere in Anbetracht der Erfahrungen im Rahmen des begleiteten Fahrens ab 17 Jahren, bei dem sich gezeigt hätte, dass hohe Prämien zur Kfz-Versicherung nicht zur Prävention von Unfällen beitrugen, seien vielmehr neue Lösungsansätze gefragt, so der Vorsitzende des ACE Stefan Heimlich.

Selbst aktiv werden: Hohe Prämien zur Kfz-Versicherung einfach umgehen

Bis sich die Kfz-Versicherungen eventuell einmal um innovativere Lösungsansätze bemühen, sollten betroffene Senioren lieber selbst aktiv werden und gegen die Alters-Abzocke bei der Autoversicherung vorgehen. So rät der ACE beispielsweise dazu, die Kfz-Versicherung für das entsprechende Fahrzeug schlicht über eine andere Person wie etwa die Kinder oder einen jüngeren Partner abzuschließen. Hierbei sollte allerdings im Vornherein geprüft werden, ob das Versicherungsunternehmen etwaige Aufschläge verlangt, falls Versicherungsnehmer und Fahrzeughalter nicht ein und dieselbe Person sind. Gegebenenfalls müssten Senioren das Fahrzeug ummelden. Weigert sich die Kfz-Versicherung, die Police zum Beispiel auf die Kinder umzulegen, sollte umgehend die Kündigung erfolgen und der Anbieter gewechselt werden.

Wenn alle Stricke reißen: Kfz-Versicherung wechseln

Sollte der Kfz-Versicherer keiner Übertragung zustimmen oder auch der Fahrzeughalter die Ummeldung nicht wünschen, gibt es noch eine Möglichkeit: zu einer passenderen Kfz-Versicherung wechseln. Zwar würden ab einem bestimmten Alter bedauerlicherweise mehr oder minder alle in einen Topf geworfen, dennoch lohne es sich für Senioren durchaus, sich am breiten Markt nach günstigeren und besseren Kfz-Versicherungen umzusehen, gibt Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BdV) in Henstedt-Ulzburg zu bedenken. Betroffene müssten gewiss überall mit Alterszuschlägen rechnen, allerdings gäbe es teils erhebliche Unterschiede zwischen den Kfz-Versicherern, weshalb sich ein Kfz-Versicherungsvergleich durchaus lohne, so Boss abschließend.

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