Kfz-Versicherung: So errechnen Versicherer ihre Prämien

(foto) Für eine teure Kfz-Versicherung gibt es mehrere GründeWarum muss man eigentlich beim Kfz-Versicherungsvergleich Alter und Wohnort angeben? Spielt das denn für die Höhe der Prämien eine Rolle? Ja, in der Tat – in die Beitragskalkulation für die Kfz-Versicherung fließen sogar noch viele andere Faktoren ein. GELD.de erläutert, wie sich die Prämie zusammensetzt.

Wer einen Vergleich der Kfz-Versicherung anstellt, dem wird auffallen, dass dies nicht gerade schnell gemacht ist. Denn um zu einem Ergebnis zu kommen, müssen zahlreiche, teils detaillierte persönliche Angaben gemacht werden. Der Grund dafür ist, dass sich die Prämie für die Kfz-Versicherung an vielen Faktoren orientiert.

Prämien zur Kfz-Versicherung: Harte Tarifmerkmale

Für die Berechnung der Beiträge zur Kfz-Versicherung sind sogenannte Tarifmerkmale entscheidend. Hierbei wird zudem zwischen harten und weichen Merkmalen unterschieden. Unter harten Tarifmerkmalen versteht man sämtliche Faktoren, die vom Kfz-Versicherer nicht beeinflusst werden können. Hierzu gehören:

  • Die Schadenfreiheitsklasse des Versicherungsnehmers: Diese gibt im Prinzip an, wie lange der Versicherte bereits unfallfrei unterwegs ist. Wer beispielsweise sechs Jahre keinen Schaden verursacht hat, bekommt die Schadenfreiheitsklasse sechs. Dabei gilt: Je höher die SF-Klasse, desto niedriger die Prämie zur Kfz-Versicherung.
  • Der Fahrzeugtyp: Jedes Fahrzeug wird einer Typklasse zugeordnet. Dabei steht eine hohe Klasse für Autos, bei denen viele Schäden gemeldet werden beziehungsweise die besonders häufig in Unfälle verwickelt sind. In der Kfz-Haftpflichtversicherung wird nach 16, bei der Vollkaskoversicherung in 25 sowie in der Teilkaskoversicherung nach 24 Typklassen unterschieden.
  • Die Regionalklasse: Über Fahrzeugklasse sowie Regionalklasse werden Kfz-Versicherte gewissermaßen in Sippenhaft genommen. Denn die Basis für die Regionalklasse bilden Schaden- und Unfallstatistiken. Das bedeutet: Je häufiger in einer bestimmten Region Schadensregulierungen nötig sind, desto schlechter fällt entsprechend die Regionalklasse aus. Eine schlechte Klasse bewirkt wiederum höhere Prämien zur Kfz-Versicherung.

Kfz-Versicherung: Die Rolle der weichen Merkmale

Bei weichen Tarifmerkmalen handelt es sich um Regelungen, die eine Kfz-Versicherung nach eigenem Ermessen vornimmt. Hierbei sind dann in der Regel je nach Anbieter Rabatte möglich. Typische Beispiele für weiche Merkmale sind etwa der Abstellplatz des Fahrzeugs (in der Garage oder unter freiem Himmel), die Kilometerleistung (wird das Auto viel oder wenig benutzt) oder auch die Frage, wie lange der Fahrer seinen Führerschein schon hat. Denn Fahranfänger müssen bei der Kfz-Versicherung besonders tief in die Tasche greifen.

Beim Kfz-Vergleich alle Angaben parat haben

Wer etwa auf GELD.de einen Kfz-Versicherungsvergleich durchführen möchte, sollte sich möglichst sämtliche Informationen bereit legen. Anhand des Fahrzeugscheins lassen sich etwa der Herstellerschlüssel sowie die Typ-Schlüsselnummer entnehmen. Alle persönlichen Angaben finden sich selbstverständlich auf dem Führerschein beziehungsweise dem Personalausweis.

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