Warum sich ein Schutzbrief der Kfz-Versicherung lohnen kann

(foto) Autopanne? Mit einem Schutzbrief kein ProblemWer des nachts auf einer einsamen und verlassenen Straße mitten in der Pampa mit seinem Auto liegen bleibt, der ist froh, wenn er ihn hat: den Schutzbrief. Denn sofern nicht auch das Handy den Geist aufgegeben hat, können umgehend die Retter des Automobilclubs oder des Pannendienstes der Kfz-Versicherung kontaktiert werden. Doch welche der beiden Varianten lohnt sich mehr?

Die Stiftung Warentest hat erst kürzlich die Angebote zum Kfz-Schutzbrief verglichen. Dabei nahm sie sowohl die Offerten der Automobilclubs als auch die der Kfz-Versicherung in den genaueren Fokus. Einen Testsieger konnte die Verbraucherorganisation zwar nicht küren, allerdings dürften die Ergebnisse für Autobesitzer interessant sein.

Schutzbrief: Vergleich zeigt erhebliche Preisunterschiede

Problematisch bei der Untersuchung der Stiftung Warentest war die Tatsache, dass die Angebote zum Schutzbrief nur ganz schwerlich miteinander vergleichbar sind. Während nämlich die Automobilclubs ihre Hilfe bei Pannen oft im Rahmen einer Clubmitgliedschaft zur Verfügung stellen, können Kunden diese bei ihren Versicherern als einen Baustein der Kfz-Versicherung oder auch als zusätzliche Police abschließen. Aufgrund dieser Vergleichsschwierigkeiten stellen die Finanztest-Experten ihren ausführlichen Vergleich bereit, anstatt einen Testsieger zu ermitteln.

Nichtsdestotrotz hat der Schutzbrief-Vergleich gezeigt, dass es zum Teil branchenweit enorme Preisunterschiede gibt. So können Kunden etwa bei ihrer Kfz-Versicherung oftmals einen kostenlosen Schutzbrief erhalten, da dieser bei einigen Versicherern Bestandteil der Teil- oder Vollkaskoversicherung ist. Demgegenüber verlangt der Marktführer ADAC satte 134 Euro jährlich für den Schutz der ganzen Familie. Aus diesem Grund rät die Stiftung Warentest allen Autofahrern, die an einem Schutzbrief interessiert sind, zunächst zu prüfen, ob dieser nicht eventuell schon in ihrer Kfz-Versicherung enthalten ist. Sollte die Kfz-Versicherung keinen Schutzbrief bieten, dann lohnt es sich häufig, beim Versicherer nach einer dahingehenden Ausweitung des Versicherungsvertrages zu fragen. Laut Finanztest sei dies in der Regel günstiger als einen eigenständigen Schutzbrief abzuschließen.

Kfz-Versicherung vs. Club: Unterschiedliche Leistungen

Der Vergleich macht jedoch ebenfalls deutlich, dass sich die Leistungen, die eine Kfz-Versicherung bietet, durchaus von denen eines Automobilclubs unterscheiden. Demnach können beispielsweise Mitglieder eines solchen Clubs von Rabatten für Zubehörteile wie etwa Reifen, von Tourenplanung oder einer kostenlosen Beratung beim Autokauf profitieren. Zwar gehören diese Angebote zumeist nicht zum Leistungsumfang des Schutzbriefes einer Kfz-Versicherung, jedoch sind deren Leistungen bei der Pannenhilfe genauso gut wie beim ADAC oder AvD.
Alle untersuchten Schutzbrief-Offerten leisten innerhalb Europas und bieten dabei oftmals neben der Pannenhilfe noch weitere Unterstützung unter anderem zum Beispiel den Krankenrücktransport aus dem Ausland.

Ist ein Schutzbrief überhaupt notwendig?

Wer sich jetzt sagt, dass er auch ohne Autoschutzbrief gut zurecht kommt, der hat völlig Recht – ein solcher ist nicht unbedingt notwendig, darauf verweist ebenfalls die Stiftung Warentest. Demnach bietet er weniger finanzielle Absicherung, allerdings ist er bei Pannen und Unfällen eben bequem.
Autofahrer, die sich diesen Komfort also gönnen möchten, können eventuell auf der Suche nach einer passenden Kfz-Versicherung etwa beim Autoversicherungsvergleich nach dem Kriterium Schutzbrief Ausschau halten.

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