Zentralruf der Autoversicherer & Co: Wissenswertes nach einem Autounfall

(Bild) AutounfallOb selber betroffen oder nahender Retter – Das Wissen wie nach einem Unfall vorzugehen ist, sollte immer mal wieder überprüft werden. Wer die folgenden vier Tipps liest, kann sein Wissen sowie die Reihenfolge lebensrettender Maßnahmen schnell auffrischen.

1. Hilfe ist oberstes Gebot

Nach einem Unfall mit dem Auto ist es das oberste Gebot, erste Hilfe zu leisten. Allein die Rettungskräfte zu verständigen reicht dafür nicht aus und kann zu einer Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung führen. Der Merksatz lautet daher: Falsch ist es, nichts zu tun! Verletzte Personen sind stattdessen aus dem Gefahrenbereich zu bringen, sofern man sich dafür nicht selbst in Gefahr bringen muss. Anschließend besinnt man sich falls nötig auf den Ersthilfekurs und geht nach bestem Gewissen vor, sorgt mit einer Decke für Körperwärme oder falls möglich für Erfrischung mit etwas Wasser. Falls nötig, können auch weitere Passanten einbezogen oder andere Fahrzeuge angehalten werden. Am Unfall beteiligte Personen sollten hingegen aus der Gefahrenzone gebracht werden; da sie oft verwirrt sind und unter Schock stehen.

2. Rettungskräfte alarmieren

Ist man nicht alleine unterwegs, teilt man sich die Aufgaben an einem Unfallort. Ansonsten wird nach der ersten Hilfe der Anruf bei den nötigen Einsatzkräften vorgenommen. Die Rufnummer der Polizei ist 110; die der Feuerwehr 112. Beim Anruf sind klare, kurze Sätze wichtig, die sich an den W-Fragen orientieren: Wer?, Was? und vor allem Wo? Auch wenn es zum Glück nicht zu Verletzten kam, ist die Verständigung der Polizei sinnvoll, um die Schuldfrage eines Unfalls zu klären oder sogar um eine Fahrerflucht zu melden.

3. Absichern der Unfallstelle

Erst an dritter Stelle geht es daran, das weitere Gefahrenrisiko zu minimieren. Je nach Möglichkeit sollte die Fahrbahn geräumt werden, Warnlichter eingeschaltet und das Warndreieck genutzt werden. Der Abstand in welchem die Unfallstelle abgesichert werden muss, beträgt auf der Landstraße 100 Meter, auf der Autobahn 200 Meter. Dabei sollte das Warndreieck nicht hinter einer Bergkuppe oder in einer Kurve stehen.

4. Klärung und Schadensmeldung

Nach dem Eintreffen der Rettungskräfte und der Sicherung der Unfallstelle wird es darum gehen, den Unfall zu klären. Dazu ist es hilfreich Namen, Adresse, Telefonnummer und Kennzeichen aller Beteiligten zu kennen. Die eigenen Versicherungsdaten erfährt man außerdem über den Zentralruf der Autoversicherer unter der Nummer 0180 25026. Bei dem Zentralruf der Autoversicherer handelt es sich um eine gesetzlich anerkannte Auskunftsstelle zur Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen. Um diese durchzusetzen wird es ihnen und ihrer Versicherung auch nützen, den Unfall mit Fotos zu dokumentieren. Standard ist dazu das Unfallbericht-Formular, dessen Vorlage bei allen Automobilclubs erhältlich ist. Befürchtungen, man habe selbst Schuld am Unfall sind hierbei auch erst einmal nebensächlich! Ein Unfallbericht ist kein Schuldbekenntnis und kann daher von allen Beteiligten bedenkenlos unterschrieben werden. Die Angaben gegenüber den Beamten vor Ort sollten hingegen unverbindlich sein. Erst nach Absprache mit der Kfz-Versicherung können weitere Informationen erfolgen. Die Meldung bei der Versicherung muss dabei innerhalb einer Woche erfolgen; gab es Verletzte verkürzt sich die Meldefrist auf 48 Stunden. Kam es nur zu Blechschaden im Wert von weniger als 500 Euro, darf der Unfall auch selbst reguliert werden. Ansonsten ist hier eine geeignete Kfz-Versicherung zu finden.

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