Hohe Nachfrage nach Krankenzusatzversicherungen

Das Interesse an Krankenzusatzversicherungen ist immens.94 Prozent der Deutschen möchten aus Unzufriedenheit über mangelnde Leistungen und Behandlungsqualität eine Zusatzversicherung abschließen. Zeitgleich ignorieren jedoch viele Arbeitgeber die Angebote, die es im Bereich der betrieblichen Krankenversicherung gibt. Die höchste Nachfrage seitens der Arbeitnehmer gibt es im Bereich Zahnzusatzpolice, Vorsorgeprodukte und Pflegeergänzungsversicherungen.

Bereitschaft zur Eigeninitiative ist groß

Eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts Towers Watson zeigt, dass mittlerweile 50,7 Prozent der Arbeitnehmer überzeugt davon sind, in Zukunft nicht mehr auf eine Kranken-Zusatzversicherung verzichten zu können. Dies liegt vor allem an unzureichenden Leistungen und mangelnder Behandlungsqualität in der Regelversorgung. Fast alle Umfrageteilnehmer (94 Prozent) sind zudem bereit, selbst aktiv zu werden und Geld in eine zusätzliche Versorgung für den Krankheitsfall zu investieren. 45,6 Prozent der Befragten wären bereit, fünf bis 15 Euro pro Monat in eine Krankenzusatzversicherung einzuzahlen, 33,6 Prozent würden eine Summe von 15 bis 40 Euro monatlich zu investieren.

Bezüglich der benötigten Versicherung haben die Befragten bereits konkrete Vorstellungen. So planen 54,9 Prozent der Umfrageteilnehmer, in den nächsten zwei Jahren eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen. Studienautor Miguel Perez erklärte dazu, dass in diesem Bereich die deutlichste Entwicklung erwartet wird.

Arbeitgeberleistungen noch gering

Auch das Interesse an einem Arbeitgeber-Zuschuss zu Gesundheitsleistungen ist groß: 53 Prozent der befragten Arbeitnehmer haben Interesse an einer arbeitgeberfinanzierten Krankenzusatzversicherung. Wie die Towers-Watson-Expertin Sybille Siefer erklärt, wird die Gesundheitsförderung für Mitarbeiter immer wichtiger und beeinflusst auch die Wahl des Arbeitgebers. Der Bedarf an Krankenzusatzversicherungen dürfte daher in den nächsten Jahren noch weiter ansteigen. Wie Siefer weiterhin verdeutlicht, haben bislang jedoch nur wenige Firmen diesen Trend erkannt. Lediglich 13 Prozent der deutschen Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) abzuschließen. Zwar sehen 42 Prozent der Unternehmen die bKV als attraktive Arbeitgeberleistung an. Doch lediglich fünf Prozent der Firmen planen die Einführung einer solchen Leistung in den nächsten fünf Jahren, wie eine Erhebung des Marktforschungsinstituts YouGov zeigt.

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