PKV: Vier von zehn Krankenkassen-Versicherten setzen auf Zusatzversicherung

Zusatzversicherung40 Prozent der Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung ergänzen mit privaten Zusatzversicherungen ihren GKV-Versicherungsschutz. Die beliebteste Ergänzungsversicherung ist die Zahnzusatzversicherung.

Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es nur noch für eine „zweckmäßige und ausreichende Versorgung“. Um Gesundheitsleistungen darüber hinaus zu bekommen und den Einschnitten des Gesetzgebers in der GKV entgegen zu wirken, suchen vier von zehn GKV-Mitgliedern Ergänzungsschutz über eine private Zusatzversicherung. Das geht aus einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag der Gothaer Versicherung hervor.

Fast jede vierte Ergänzungspolice eine Zahnzusatzversicherung

Nur elf Prozent der Bundesbürger haben eine private Krankheitskostenvollversicherung abgeschlossen. Dagegen bekommen 86 Prozent die gesetzlichen Einschnitte in der GKV zu spüren. Um dies abzuschwächen, sorgen die Versicherten mit einer privaten Ergänzungsversicherung vor.

Unter den Krankenzusatzversicherungen ist die Zahnzusatzversicherung die beliebteste. Fast jede vierte Zusatzversicherung (24 %) wird im Bereich Zahnversorgung abgeschlossen. Am zweithäufigsten entscheiden sich Kassenversicherte für eine Krankentagegeldversicherung (18 %). Aber auch Zusatzversicherungen für stationäre (15 %) oder ambulante Leistungen (8 %) sowie Pflegeleistungen (11 %) sollen die gesetzliche Grundversorgung ergänzen.

Sinnvolle Ergänzung statt nur Lückenfüller

Da, wo der Schutz der Krankenkassen aufhört, setzt die private Krankenzusatzversicherung an. So ist vielen im Bereich Zahnersatz wichtig, mehr als nur die billigste Variante erstattet zu bekommen. Für Zahnbehandlungen, Zahnersatz und Zahnpflege gibt es nur einen Festzuschuss von der Kasse. Die übrigen Kosten darf der Versicherte selbst zahlen. „Je höherwertiger die Versorgungsform für Zahnersatz ist, desto höher ist der Eigenanteil der Versicherten“, erläutert Sylvia Gimmler, Krankenversicherungsexpertin der Gothaer. Über eine Zahnzusatzversicherung ist es möglich, den Eigenanteil zu minimieren.

Die Krankentagegeldversicherung setzt ein, wenn der Arbeitgeber nicht mehr zur Lohnfortzahlung verpflichtet ist. Der Anspruch auf Lohnfortzahlung erlischt nach sechs Wochen. Danach gibt es von der Krankenkasse 70 Prozent des Bruttoeinkommens bis zur Beitragsbemessungsgrenze, jedoch höchstens 90 Prozent des letzten Nettoeinkommens. Nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge kann eine finanzielle Lücke entstehen, die durch die Krankentagegeldversicherung geschlossen wird. Wird zudem Wert auf Chefarztbehandlung und Unterbringung in einem Einbett- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus gelegt, kommt die Zusatzversicherung für stationäre Leistungen zu Zuge.

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