Verbot für kostenlose Auslandskrankenversicherung von der Krankenkasse

junge Ärztin, Patienten im HintergrundGesetzliche Krankenkassen dürfen ab 2013 keine kostenlose Auslandskrankenversicherung anbieten. Dies ist Terrain der privaten Krankenversicherung.

Jeder gesetzlich Krankenversicherte hat in EU-Ländern und Ländern mit Sozialabkommen einen gewissen Gesundheitsschutz. Allerdings geht der nicht über die Leistungen der Krankenkassen in Deutschland hinaus. Für erweiterten Schutz ist eine private Reisekrankenversicherung gefragt.

Auslandskrankenversicherung nur von privater Krankenversicherung

Eine solche Zusatzkrankenversicherung dürfen die Kassen zwar anbieten, aber eigentlich nur als Vermittler. Die Police kommt dann von einer privaten Krankenversicherung, mit der die Krankenkasse zusammenarbeitet. Doch gibt es einem Bericht des „Focus“ zufolge auch Kassen, die selbst kostenlosen Auslandskrankenschutz angeboten hat.

Nun hat sich das Bundesversicherungsamt eingeschaltet und die entsprechenden Kassen aufgefordert, diese kostenfreien Angebote einzustellen, und zwar bis Ende 2012. Der Grund: Es läge keine Ermächtigung zu einer solchen Ausweitung der Kassenleistungen vor. Davon betroffen sind laut Medienberichten rund zwei Millionen Kassenmitglieder, die von dem Extra-Auslandsschutz profitieren.

Angemessenen Gesundheitsschutz im Ausland gibt es auch nach 2012 mit einer privaten Auslandskrankenversicherung. Für minimale Kosten, rund 10-15 Euro im Jahr, kann man sich umfassend für Urlaubsreisen oder auch Auslandssemester versichern.

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