Anschlussfinanzierung: Umschuldung oder Prolongation?

Foto Anschlussfinanzierung berechnenSo manch einer hat es schon erlebt: Der Kredit läuft in Kürze aus, doch abbezahlt ist er noch nicht. Wer keine reiche Erbtante zur Hand hat, die den Restwert generös begleicht, braucht eine passende Anschlussfinanzierung.

Wenn am Ende des Kredits noch so viel Darlehen übrig ist, muss eine passende Anschlussfinanzierung her. Ob Ratenkredit oder Baufinanzierung, im Anschluss an den alten Kredit besteht die Möglichkeit, ein neues Angebot des alten Kreditgebers wahrzunehmen oder gleich die Bank zu wechseln um Zinsen zu sparen. Doch welche Anschlussfinanzierung passt zu Ihnen?

Für Vorausplanende: das Forward-Darlehen

Gerade, wenn Kreditnehmer frühzeitig absehen können, dass sie die aufgenommene Summe nicht vollständig innerhalb der Laufzeit abzahlen werden, kann ein Forward-Darlehen als Anschlussfinanzierung sinnvoll sein. Das Forward-Darlehen sichert Kunden vergleichbar niedrige Zinsen und ist weit im Voraus planbar. Bis zu 66 Monate vor Ablauf des ersten Kredits kann ein Forward-Darlehen schriftlich vereinbart werden. Je länger der Vorlauf für das Forward-Darlehen ist, desto höher sind jedoch die Aufschläge auf den Zinssatz. Günstiger wird es für es für Kreditnehmer dann, wenn sie kurz vor Ablauf des alten Darlehens unterschreiben, dann werden keine zusätzlichen Zinsen fällig. Empfehlenswert ist diese Form der Anschlussfinanzierung dann, wenn die Bank ihre Zinsen absehbar erhöhen wird. Dann können sich Kunden mit dem lang geplanten Anschlusskredtit schon Jahre im Voraus günstige die Konditionen sichern.

Für Vermögende: der Bausparvertrag

Als weitere Form der Anschlussfinanzierung kann auch ein Bausparvertrag in Frage kommen. Die Kreditnehmer müssen jedoch eine bestimmte Summe als Einmalzahlung leisten, um später das Recht auf Zuteilung der Mindestsumme zu erhalten. Die Höhe der Einmalzahlung errechnet sich aus der geplanten Darlehenssumme. Je länger der Bausparvertrag läuft, desto günstiger wird er im Vergleich zum Forward-Darlehen.

Für Stammkunden: die Prolongation

Wer sich so gar nicht mit einer Umschuldung als Anschlussfinanzierung und einer neuen Kreditart anfreunden will, hat natürlich die Möglichkeit, den bisherigen Kredit über seinen alten Darlehensgeber zu verlängern. Dafür müssen sich Kunden aber auf die neuen Konditionen ihrer Bank einlassen – und die lässt sich die Verlängerung des Darlehens mit höheren Zinsen meist gut bezahlen.

Für alle: Vergleichen lohnt sich!

Gerade bei der Anschlussfinanzierung lohnt sich ein guter Kreditvergleich. Wenn Sie absehen können, dass Sie Ihren alten Kredit nicht innerhalb der Laufzeit abbezahlen werden, sollten Sie sich zunächst bei Ihrer Bank um ein neues Angebot bemühen und dessen Konditionen erfragen. Lassen Sie sich dabei nicht zu einer frühzeitigen Entscheidung drängen, denn gerade im Bereich der Umschuldung hat so mancher Mitbewerber die besseren Karten. Mit dem Angebot Ihrer Bank auf Papier können Sie bequem online die Konditionen anderer Institute vergleichen.

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2 Antworten zu “Anschlussfinanzierung: Umschuldung oder Prolongation?”

  1. Laura sagt:

    In Sachen Umschuldung würde ich jedes Jahr nach neuen Angeboten Ausschau halten, gerade bei der aktuellen Zinslage. Klage kann einem der alte Kreditgeber eine Straf aufbrummen – doch in der regel lohnt der Wechsel dennoch.

  2. torsten sagt:

    @Laura:
    Ich gebe Dir absolut recht. In dem Maße, wie Vergleichsportale und Banken den Kunden gerade nahezu die Möglichkeiten hinterher werfen, Kredite umzuschulden, könnte es scheinbar keinen besseren Zeitpunkt dafür geben.

    Gruß torsten

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