EU-Gipfel: 50 Prozent Schuldenerlass für Griechenland

EU-KrisengipfelGriechenland soll die Hälfte seiner Schulden erlassen werden und der Euro-Rettungsfonds EFSF wird gehebelt. Darauf haben sich die EU-Staatschefs vergangene Nacht geeinigt.

Europas Spitzenpolitiker haben eine lange Nachtschicht hinter sich. Nach stundenlanger Beratung ist man auf dem EU-Krisengipfel zu einer Einigung gekommen. Bundeskanzlerin Angela Merker ist mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Man habe „das Richtige für die Eurozone getan“. Von einem Paukenschlag könne keine Rede sein. Aber: „Das ist ein wichtiges Paket auf dem Weg zu mehr Stabilität“, so Merkel.

Schuldenschnitt von 100 Milliarden Euro

Die Staatschefs der 17 Euro-Länder einigten sich mit den Banken auf einen Schuldenerlass für Griechenland in Höhe von 50 Prozent. Das wäre dann ein Schuldenschnitt von 100 Milliarden Euro. Damit wolle man den Schuldenstand der Hellenen auf 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) drücken. Bis 2014 soll Athen außerdem weitere 100 Milliarden Euro geliehen bekommen.

Höhere Bankensicherheit

Ferner sollen sich die Banken besser gegen Finanzturbulenzen absichern. Die Rücklagen sollen gestärkt werden. Darum sind die Banken aufgefordert, ihr Kernkapital auf neun Prozent zu erhöhen, und zwar bis Mitte des nächsten Jahres.

Hebel für Euro-Rettungsfonds

Der Euro-Rettungsfonds (EFSF) soll auf eine Billion Euro angehoben werden und als Versicherung für Staatsanleihen bestimmter Länder dienen. Damit will man die Staatsanleihen für private Investoren und andere attraktiver machen.

Das könnte Sie noch interessieren:

Tags: , ,

Unsere Autoren

Kommentar schreiben

Service Line

  • Wir beraten Sie gerne persönlich
  • 0800 - 589 589 0