Kredit: So riskant sind Weihnachtsgeschenke auf Pump

(foto) Weihnachten: Hauptsache viele Geschenke?Weihnachten steht vor der Tür und die letzten Weihnachtsgeschenke müssen noch eingekauft werden. Doch was ist, wenn es mit dem Geld etwas knapp wird? Einige Verbraucher würden lieber einen Kredit aufnehmen anstatt gar nichts zu schenken, aber das kann schnell in die Kostenfalle führen.

Für Weihnachtsgeschenke wird sehr viel Geld ausgegeben, einer Befragung der Gesellschaft für Konsumforschung zufolge sind es durchschnittlich satte 274 Euro. Verbraucherschützer gehen allerdings davon aus, dass viele Verbraucher dafür auf den Dispo-Kredit oder andere Kredit-Formen zurückgreifen. GELD.de erklärt, warum das nicht zu empfehlen ist.

Einige würden Kredit für Weihnachtsgeschenke nutzen

Um herauszufinden, wie gewillt die Deutschen tatsächlich sind, sich für Weihnachtsgeschenke zu verschulden, hat das Marktforschungsinstitut YouGov eine repräsentative Umfrage durchgeführt. Das Ergebnis: Fast jeder fünfte deutsche Verbraucher würde einen Kredit bemühen. YouGov befragte zudem zur Art der Kreditaufnahme, worauf elf Prozent der Befragten antworteten, dass sie ihren Dispo-Kredit nutzen würden. Für sechs Prozent der Deutschen käme die Finanzierung über den Händler in Frage. Der private Kredit bei Freunden oder Familie sowie der zusätzliche Ratenkredit wären für jeweils vier Prozent der Verbraucher eine Option.

Kredit für Weihnachtsgeschenke: Die Kostenfalle

Was an der vorgestellten Umfrage vor allem verblüfft und zugleich beunruhigt, ist die Tatsache, dass elf Prozent der Befragten für Weihnachtsgeschenke auf den Dispo-Kredit zurückgreifen würden. Schließlich ist der Dispo die Kredit-Form, bei der die Banken ihre Kunden mit horrenden Dispozinsen abzocken. So zeigt etwa ein aktueller Girokonto-Vergleich, dass sich die Dispozinsen im Schnitt zwischen 7,50 und 11,00 Prozent bewegen. Das kann auf Dauer richtig teuer werden.
Hinzu kommt, dass am Ende des Jahres nicht selten noch zusätzliche Ausgaben wie etwa für Versicherungen oder gar den Winterurlaub anfallen. Wer da nicht aufpasst, der rutscht tiefer in den Dispo-Kredit, als es ihm lieb ist. Aus diesem Grund empfiehlt es sich für Verbraucher, sofort zu reagieren, sobald finanzielle Engpässe abzusehen sind. Denn mit einem guten Ratenkredit bietet sich eine günstige Alternative zum Dispo-Kredit.

Weihnachten ohne Weihnachtsgeschenke?

Nichtsdestotrotz sollte ein Kredit nicht zur Finanzierung der Weihnachtsgeschenke aufgenommen werden. Immerhin war das Weihnachtsfest ursprünglich als Fest der Liebe und Besinnlichkeit angedacht. Die zunehmende Kommerzialisierung der Weihnachtszeit hat dafür gesorgt, dass an Weihnachten scheinbar nur noch die bunten Päckchen und Geschenke wichtig sind.
Wer also in dieser besinnlichen Zeit tatsächlich an seine finanziellen Grenzen stößt, der sollte sich – bevor er überhaupt auf den Gedanken kommt, einen Kredit aufzunehmen – fragen, ob er nicht schon mit kleinen Gaben, die von Herzen kommen, seinen Liebsten eine Freude machen kann.

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Eine Antwort zu “Kredit: So riskant sind Weihnachtsgeschenke auf Pump”

  1. Laura sagt:

    Nein, für mich würde es auch nicht in die Tüte kommen, die Weihnachtsgeschenke auf Kredit zu kaufen. Lieber jeden Monat etwas zurücklegen, dann kommt man auch nicht in die missliche Lage so kurz vor den Feiertagen.

    Grüße
    Laura

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