Die Stellschrauben des Ratenkredit: Änderungen bis August

(Bild) RatenkreditIn den vergangenen Monaten hat die ein oder andere Bank an den Stellschrauben des Ratenkredit gedreht. Weitere Änderungen werden zum ersten August wirksam. Kunden, die in nächster Zeit ein Darlehen aufnehmen wollen, sollten sich jetzt über Neuerungen informieren.

Der Ratenkredit ist ein gängiges Darlehen an Privatpersonen über einen gewünschten Betrag, welcher in einer festgelegten Zahl von monatlichen Raten (Laufzeit) und zu einem zuvor festgelegten Zinssatz getilgt wird. Ist der Ratenkredit zweckgebunden, dient das Modell auch für Darlehen wie den Autokredit, Sofortkredit oder den Baukredit. Aufgrund der aktuell immer noch geringen Zinsen, konnten Verbraucher bislang gute Konditionen nutzen, doch nun reagieren die ersten Banken.

Creditplus Bank ändert Minimum des Ratenkredit

Die Creditplus Bank aus Stuttgart ändert beispielsweise die Mindestsumme ihres Ratenkredit um gleich 150 Prozent. Statt 1.000 müssen die Kunden fortan mindestens 2.500 Euro Darlehen aufnehmen. Wirksam wird die Änderung schon zum 1. August. Die Verzinsung des höheren Betrages erfolgt dabei nach Zahlungsfähigkeit, sprich sie ist bonitätsabhängig. Je nachdem bewegt sich der effektive Zinssatz zwischen 4,49 und 12,99 Prozent, was einem moderaten Niveau entspricht.

Der angepasste Ratenkredit soll aber auch für Senioren zugänglich sein, kündigte das Unternehmen an. Die Finanzierung bis ins Alter von 75 Jahren ist ein großzügiger Spielraum, der anderen Mitbewerbern weit voraus ist. Das Maximum des Kredits bleibt dabei unverändert: Höchstens 70.000,- Euro vergibt das Kreditinstitut pro Person. Die Laufzeiten bewegen sich dabei weiterhin zwischen 12 bis 84 Monaten. Ein Verwendungszweck ist nicht nötig.

Deutsche Kreditbank schraubt am Zinssatz

Von den Änderungen des Ratenkredit ist auch die Deutsche Kreditbank (DKB) betroffen, im positiven Sinne. Sie senkt den Pauschalzinssatz auf 4,95 Prozent. Gültig ist die Änderung für alle kommenden sowie laufenden Verträge unabhängig der Vertragsdauer. Bei langfristiger Laufzeit kommt somit ein Ratenkredit auf den Markt, der die Zinsen der Konkurrenz bei Weitem schlägt. Gerade wer die bis zu 84 Monate ohne Zweckbindung ausnutzt, macht ein gutes Geschäft. Und auch hier stellt man sich auf ein Maximalalter der Kundschaft auf bis zu 75 Jahren um.

1822direkt ändert ebenfalls Ratenkredit

Und noch eine Bank, die den Ratenkredit bzw. dessen Zinsen anpasst: Die Sparkassentochter 1822direkt hebt die Zinsen bei Angeboten kurzer Laufzeit, senkt sie im Gegenzug bei langer Laufzeit. Resultat: Die Zinskurve verläuft sehr flach. Der effektive Jahreszins für 12 und 18 Monate liegt nun bei 6 statt 5,5 Prozent, während er bei 60 Monaten Laufzeit von 5,7 auf 5,5 Prozent fiel. Größer noch ist der Nachlass bei 84 Monaten. Hier kam es zur Zinssenkung von 7,7 auf 5,5. Möglich ist ein Ratenkredit bis jeweils 50.000 Euro.

Es ist zu erwarten, dass nun auch weitere Banken ihre Angebote überprüfen und anpassen. Bereits im Juni hatten erste Kreditinstitute auf die neue Zinssituation reagiert.

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