Starke Sparkassen

Das Geschäft der Sparkassen in Hessen und Thüringen läuft gut. Nach einem souveränen Ergebnis für 2010 fallen auch die Aussichten fürs laufende Jahr optimistisch aus.

„Wir haben im Kundengeschäft sowohl bei den Krediten als auch bei den Einlagen zulegen können“, sagte der geschäftsführende Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen, Gerhard Grandke, am Dienstag in Frankfurt. So sei ebenfalls erfreulich, dass sich die Ertragslage nochmals leicht verbessert habe. Dies berichtete gestern die Deutsche Presseagentur.

Basel III schon erfüllt

Laut Grandke werde auch im laufende Jahr die robuste konjunkturelle Entwicklung den Sparkassen zugute kommen. Dies betreffe vor allem das Kreditgeschäft mit Unternehmen, bei dem mit einem ordentlichen Ergebnis gerechnet wird. Jedoch sei nicht mit überzogenen Gewinnerwartungen zu rechnen: „Die kräftig nach oben gerichtete Entwicklung der Erträge ist nicht in die Zukunft fortschreibbar.“

Mit insgesamt 359 Millionen Euro verdienten die 50 Sparkassen der beiden Bundesländer 71 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Bilanzsumme blieb mit insgesamt 112 Milliarden Euro relativ stabil. „Alle Sparkassen in Hessen und Thüringen erfüllen schon heute die Anforderungen, die Basel III erst 2019 vorsieht“, betonte Grandke.

Hoffnung für WestLB

Weiterhin sei auch eine Beteiligung an der Rettung der WestLB denkbar. Die Landesbank soll im Zuge eines Sparkassenplanes in NRW zu einer Sparkassenzentralbank umgebaut und so auf ein Viertel verkleinert werden. Die Verhandlungen diesbezüglich laufen noch.

Die finanzielle Last könne der Verband Hessen-Thüringen über seinen Kapitalanteil stemmen. Jedoch seien bisher noch zu viele Fragen ungeklärt. Beschlüsse gebe es noch keine: „Wir werden jetzt zunächst einmal die Antwort der EU-Kommission auf die Vorschläge aus Berlin und Düsseldorf abwarten“, erklärte Gradnke.

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