Lohnt sich die Amazon Kreditkarte wirklich?

(foto) Für wen lohnt sich die Amazon-eigene Kreditkarte?Mittlerweile gibt es wohl kaum noch jemanden, der noch nie eine CD, ein Buch, einen Film oder sonstiges beim US-amerikanischen Online-Versandhändler Amazon bestellt hat. Die Anzahl der Amazon -Kunden nimmt auch stetig zu, schließlich bietet der Versandhandel nach eigenen Angaben die größte Auswahl an Videos, CDs sowie Büchern weltweit. Nun hat Amazon eine eigene Kreditkarte im Angebot – doch lohnt sich diese tatsächlich?

Wer seine Waren im Warenkorb bei Amazon bezahlen möchte, dem werden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, um seine Rechnung zu begleichen. Neben dem Bankeinzug, der Rechnung sowie der Kreditkarte, können Amazon -Kunden auch mit der Amazon.de-Visa-Karte zahlen. Diese besticht mit einer Startgutschrift im Wert von 30 Euro, keiner Kartengebühr für das erste Jahr und dem zusätzlichen Sammeln von Amazon -Punkten. Ein verlockendes Angebot – oder nicht?

Amazon Kreditkarte: Satte Gebühren

Die Amazon Karte wird von der Landesbank Berlin herausgegeben und ist kontounabhängig. Während wie erwähnt in den ersten zwölf Monaten kein Kartenpreis anfällt, kostet die Amazon.de-Visa-Karte ab dem zweiten Jahr eine Jahresgebühr in Höhe von 19,99 Euro. Für den Ehepartner gibt es eine Zusatzkarte schon für 9,99 Euro. Jeden Monat wird die Kreditkarte abgerechnet, wobei hierbei auch eine Teilzahlungsoption besteht. Bei einem Effektivzins von saftigen 14,98 Prozent ist es jedoch keinesfalls empfehlenswert, diese Möglichkeit zu nutzen.
Auch das Abheben von Bargeld am Geldautomaten mit der Amazon Karte ist nur dann kostenlos möglich, wenn das Kartenkonto zuvor aufgeladen wurde. Kunden, die ihren Verfügungsrahmen ausnutzen, müssen drei Prozent des Umsatzes an Gebühren berappen, mindestens jedoch 7,50 Euro bei Inlandsabhebungen sowie fünf Euro im Ausland. Die bargeldlose Zahlung im Ausland mit Kreditkarten ist sehr beliebt, wer jedoch außerhalb des Euro-Raums mit der Amazon.de-Visa-Karte bezahlen möchte, muss zusätzlich Auslandsgebühren von 1,75 Prozent im Kauf nehmen. Konkret bedeutet dies: Beim Abheben von 200 Euro im außereuropäischen Ausland mit dieser Karte fallen 8,50 Euro Gebühren an.

Die Vorteile der Amazon Kreditkarte

Natürlich hat auch die Amazon.de-Visa-Karte gewisse Vorteile. Die Startgutschrift von 30 Euro sowie die Bonuspunkte, die bei jedem Karteneinsatz gesammelt werden können, sind ganz klare Pluspunkte. So hat ein Kunde, der mit seiner Kreditkarte 1.000 Euro bei Amazon oder etwa 4.000 Euro bei diversen anderen Einkäufen bezahlt, den Jahrespreis auf diese Weise wieder raus.
Doch Amazon bietet mit dieser Karte darüber hinaus eine 90-Tage-Einkaufsversicherung für Waren bis zum Wert von 1.000 Euro. Außerdem wird das auf das Kartenkonto aufgeladene Guthaben immerhin mit 1,25 Prozent verzinst. Auch ein fünfprozentiger Rabatt beim Reisebuchungsservice sowie an der Handy-Tankstelle lässt die Amazon Kreditkarte durchaus schmackhaft erscheinen.

Kreditkarten gibt es schon viel günstiger

So wirklich günstig ist die Amazon.de-Visa-Karte tatsächlich nicht und lohnt sich allenfalls für Amazon -Kunden, die wirklich oft bei diesem Versandhandel bestellen und mit der Kreditkarte emsig Bonuspunkte sammeln. Auch die oben genannten Vorteile könnten ab November keine mehr sein, plant doch Amazon einige von ihnen zu streichen, darunter der Guthabenzins sowie der Einkaufsschutz.
Wer also nicht so oft bei Amazon bestellt, sollte sich lieber nach einem anderen Kreditkarten-Angebot umschauen. Der geld.de Kreditkartenvergleich kann dabei helfen, die beste Kreditkarte zu den entsprechend günstigen Konditionen zu finden.

Das könnte Sie noch interessieren:

Tags: , , , , ,

Unsere Autoren

Kommentar schreiben

Service Line

  • Wir beraten Sie gerne persönlich
  • 0800 - 589 589 0