Putin will Unabhängigkeit von Visa und Mastercard

Auf Druck der Regierungen haben US-Kreditkartenfirmen reagiert und Russland wegen der anhaltenden Krim-Krise kurzzeitig blockiert. Die Sperre ist längst aufgehoben aber Putin will sich nun von Visa und Mastercard unabhängig machen. Der russische Präsident plant eine eigene Kreditkartengesellschaft.

Die Gründung einer eigenen Kreditkartengesellschaft hat Putin längst angekündigt. Er ist überzeugt davon, sie „unbedingt“ ins Leben rufen zu müssen. Der 1952 in Leningrad geborene Ex-KGB-Offizier sagte am Donnerstag entschlossen: „Wir werden das machen“. Doch was bedeutet es eigentlich, die Hoheit von Visa und Mastercard zu untergraben? Welche Folgen kann Putins Kreditkarte mit sich bringen?

Visa und Mastercard sind international tätig

Weil Visa sowie Mastercard weltweit Kreditkarten vergeben, wäre eine dritte Kreditkarte Russlands zunächst in jedem Fall unerwartete Konkurrenz. Dabei ginge es aber nicht nur um die internationale Vorherrschaft, sondern auch die Verantwortung, Lizenzen an Banken zu verteilen, Abrechnungen durchzuführen und sich als ein Zahnrad des Ganzen mit dem Finanzmarkt zu bewegen. Hierbei ist es im Sinne von Visa und Mastercard, ein Gleichgewicht zu wahren. Wie sich die russische Kreditkarte gegenüber dem gesamten Finanzsystem verhält, sei laut Beobachtern fragwürdig.

China und Japan haben auch eigene Kreditkartenfirmen

Aber warum sollte Russland sich nicht unabhängiger machen können? – In China und Japan gibt es auch längst Kreditkarten eines nationalen Unternehmens und diese Systeme funktionieren sehr gut, wie sich auch Putin auf den Erfolg aus Fernost beruft. Zugleich liefert der Präsident aber den Grund gegen ein sorgenloses Abnicken: Putin warnt bereits vor dem Verlust von Gewinnen, Marktanteilen und Arbeitsplätzen. Es sei bedauerlich, so der russische Staatskopf, dass „gewisse Unternehmen“ Restriktionen beschlossen haben. Hiermit offenbart sich Putins Ehrgeiz nach einer eigenen Kreditkartenfirma als Mittel der Macht und Manipulation.

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