Verbraucherschutz warnt vor Prepaid Kreditkarten

Verbraucherschützer schlagen Alarm: Bislang galten Prepaid Kreditkarten als guter Weg, um persönliche Ausgaben im Blick zu behalten. Nun tauchen aber vermehrt Kreditkarten mit Etikettenschwindel auf. Mit solchen Kreditkarten rutscht man dennoch schnell in die Schulden.

Theoretisch kann man eine Kreditkarte schon als Schulkind bekommen. Schon mit 7, 12 oder 14 sind Kreditkarten auch ohne Bindung an ein Girokonto erhältlich. Doch es ist wahrscheinlich besser, dass sich die Kreditkarte bislang vornehmlich auf Jugendliche und Erwachsene beschränkt. Genauer ist von der Prepaid Kreditkarte die Rede. Diese Kreditkarte ermöglicht normalerweise kein Dispo, sondern nur das bargeldlose Bezahlen in der Höhe, wie man zuvor Geld aufgeladen hat. Aus genau diesem Grund ist die Prepaid Kreditkarte auch der Geheimtipp für junge Erwachsende, die pflichtbewusst mit Geld umgehen wollen. Ob während des Auslandsaufenthalts, im Internet oder für die Shoppingtour – die Kosten bleiben trotz der bequemen Zahlungsart unter Kontrolle. Genau diesen Vorteil untergräbt nun aber der Verbraucherschutz

Prepaid Kreditkarten nicht immer sicher

Die Verbraucherzentrale warnt, nicht immer verhindern Prepaid Kreditkarten das Abrutschen in das Minus. Bei eingehender Prüfung der jeweiligen Vertragsbedingungen stellte sich heraus, dass Verbraucher durchaus mehr ausgeben können, als auf der Kreditkarte vorhanden ist. Ursache ist, dass noch Lastschriften eingehen können, wenn das Guthaben bereits verbraucht ist. Und noch ein Manko stellten die Verbraucherschützer fest: Besteht beim Bezahlen mit einer Prepaid Kreditkarte keine Online-Verbindung, ist teilweise nicht prüfbar, ob das vorhandene Guthaben noch ausreicht. Auch auf dieser Weise kann das verknüpfte Girokonto dann überzogen werden.

Strafgebühren führen in die Schuldenfalle

Ist die Prepaid Kreditkarte mit einem Girokonto verknüpft, folgen bei einer Überziehung schließlich saftige Strafgebühren. Die Dispo-Zinsen im Kleingedruckten belaufen sich bei entsprechenden Karten bei oft mehr als zehn Prozent. Somit ist vor Schulden keine Sicherheit gegeben, wenn die Prepaid Kreditkarte nicht über eine ausdrückliche Guthaben-Grenze verfügt. Bei zehn Prozent Dispo-Zins schnappt die Schuldenfalle gerade bei jungen Erwachsenen schnell genug zu. Fazit: Wo Prepaid draufsteht, ist nicht immer wirklich Prepaid enthalten. Eltern, die ihre Kinder so den Umgang mit Geld beibringen möchten, gehen durch den „Schwindel“, wie der Verbraucherschutz es offen ausspricht, ein Risiko ein.

Renommierte Banken reagieren auf Kritik

Auf Wirken des Verbraucherschutz Düsseldorf wurden wegen des Etikettenschwindels mit Prepaid Kreditkarten drei Banken abgemahnt. Die Commerzbank und die PSD Bank Rhein Ruhr lenkten ein. Die Commerzbank gab eine Unterlassungserklärung ab, während die PSD auf die Verwendung des Begriffs „Prepaid“ verzichten will. Nicht einsichtig zeigte sich die Hamburger Sparkasse. Die Klage beim Landgericht Hamburg steht aus.

Eigenschutz vor falscher Prepaid Kreditkarten

Der beste Schutz vor einem Betrug mit der Prepaid Kreditkarte ist für Verbraucher letztlich immer der selbe: Verträge genau lesen. Ist eine Schulden-Klausel vorhanden, hat die Prepaid-Kreditkarte ihren Namen nicht verdient. Alternativ kann man sich ein seriöses Angebot online aussuchen. Bei Geld.de etwa gibt es Kreditkarten im Vergleich. So können vor allem junge Leute oder Verbraucher ohne regelmäßiges Einkommen ein sicheres Zahlungsmittel wählen, um die Finanzen im Blick zu behalten. Ratsam ist zudem, dass Eltern die Auswahl der Kreditkarte begleiten. So sind dann nicht nur Schwindel-Prepaid Kreditkarten vermeidbar, sondern auch teure Prepaid Kreditkarten. Auch vermeintlich kostenlose Karten kosten laut Stiftung Warentest durch Automatengebühren bis zu 22 Euro im Jahr.

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2 Antworten zu “Verbraucherschutz warnt vor Prepaid Kreditkarten”

  1. Toni sagt:

    Das ist ja kein wirklich neues Thema, die Verträge sollte man wie empfohlen genau lesen und sich am Besten nur Prepaid Kreditkarten von renommierten Banken und Kreditkarten-Anbietern zulegen. Es gibt viele gute Prepaid Kreditkarten Angebote, ein guter Vergleich gibt hier Aufschluss und hilft bei der Auswahl.

  2. Andrea sagt:

    Prepaid Kreditkarten sind ja ohnedies „vorbelastet“. Wer diese bekommt, hat automatisch schon nen schwarzen Punkt!

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