Vorsicht: Bankkarten im Ausland häufig limitiert

(foto) Viele Bankkarten sind mit Auslandslimit versehenIm wohlverdienten Urlaub angekommen, hat man einen entspannten Tag am Strand verbracht und möchte abends so richtig schön Essen gehen, da teilt einem der Kellner beim Bezahlen freundlich mit, dass die EC-Karte nicht funktioniert. Nun gut, dafür gibt es ja noch die Kreditkarte – doch mit dieser hat der Kellner auch keinen Erfolg. Der Grund: Viele Banken limitieren die Bankkarten ihrer Kunden für das Ausland.

Dieses Auslandslimit sowohl für die EC- als auch für die Kreditkarte dient einzig und allein der Sicherheit. Auf Wunsch des Kunden kann dieses auch individuell festgelegt werden. Wer das jedoch nicht weiß, für den kann es im Ausland ziemlich prekär werden, wenn er mit seiner Karte weder Geld abheben noch bezahlen kann.

Sicherheit der Bankkarten im Ausland gewährleisten

Dabei verfolgen die Banken mit dieser Maßnahme vor allem Sicherheitsaspekte. Denn die Girokarten, welche in Deutschland unter der alten Bezeichnung EC-Karten geläufig sind, haben eine Schwachstelle: ihren Magnetstreifen. Dieser kann sehr leicht ausspioniert werden und das Geld wird dann zumeist im außereuropäischen Ausland abgehoben. Daher versieht die deutsche Kreditwirtschaft seit dem Jahr 2011 sämtliche Girokarten mit dem sogenannten EVM-Chip, der laut der Leiterin des Sicherheitsmanagements von Euro Kartensysteme Margit Schneider absolut fälschungssicher sei. Zusammen mit dem Kartenlimit für das Ausland habe diese Chiptechnologie bewirkt, dass Missbrauchsfälle um etwa 90 Prozent fielen.
Während die Technologie mittlerweile europaweit zum Einsatz käme, sei dies im außereuropäischen Ausland noch längst nicht der Fall, so Schneider weiter. Auch könne auf den Magnetstreifen nicht gänzlich verzichtet werden, da noch zahlreiche Geldautomaten im Ausland auf ihn zurückgriffen. Die europäischen Automaten arbeiteten sowohl mit dem Magnetstreifen als auch dem EVM-Chip, damit internationale Bankkunden weiterhin Geld abgeben könnten, berichtet Schneider.

Limit für das Ausland nicht einheitlich geregelt

Genauso wie Banken auf unterschiedliche Kartentechnologien setzen, so handhaben sie auch das Auslandslimit gänzlich verschieden. Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) teilte mit, dass einige Kreditinstitute vor etwa drei bis vier Jahren damit angefangen hätten, die Bankkarten aus Sicherheitsgründen für gewisse Länder zu sperren. Der Kunde konnte dieser Sperre dann vor der Reise aufheben lassen. Die Entscheidung über ein Limit für das Ausland liege stets bei der jeweiligen Bank, so Tanja Beller vom BdB. So obliege es der Pflicht des Bankkunden, sich darüber zu informieren, ob er seine Karte im gewünschten Maße nutzen könne.

Vor der Reise bei der Bank nachfragen

Deshalb empfiehlt es sich, im Zweifelsfall immer bei der Bank nachzufragen. Denn diese Beschränkung im Ausland gilt grundsätzlich sowohl für das Bezahlen mit der entsprechenden Karte als auch für das Abheben von Geld. Zwar geht es hierbei zumeist um den Karteneinsatz außerhalb der europäischen Grenzen, jedoch sicher ist sicher. Damit also Bankkunden im Urlaub keine bösen Überraschungen erleben müssen, indem ihnen das Geld ausgeht, lohnt sich der Gang zur Bank.
Wer darüber hinaus auf die bargeldlose Zahlung im Ausland mit der Kreditkarte oder Girokarte nicht verzichten und ganz auf Nummer sicher gehen möchte, der nimmt am besten beide Karten mit und bespricht im Vornherein das potentielle Limit.

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