Berliner Sparkasse zahlt ab 2017 Dividende

(Bild) Berliner SparkasseNachdem die Landesbank Berlin 2007 für einen Milliardenbetrag von den 400 deutschen Sparkassen gekauft und zur Berliner Sparkasse umgebaut wurde, soll die Berliner Sparkasse nun innerhalb von drei Jahren eine Dividende an ihre Eigentümer zahlen. Was ändert sich da für Kunden?

Belastender Kaufpreis in Milliardenhöhe

Insgesamt 5,6 Milliarden Euro hatten die deutschen Sparkassen vor fast sieben Jahren gezahlt, um die frühere Landesbank Berlin von Berlin abzukaufen und eine Übernahme durch einen privaten Konkurrent zu verhindern. Das Manöver glückte, doch der hohe Kaufpreis belastet die Sparkassen 2014 sehr. Seit der Übernahme konnten sie insgesamt nur 3,2 Milliarden vom Kaufpreis der Berliner Sparkasse abschreiben. Einzig die ostdeutschen Sparkassen konnten ihren Anteil mittlerweile komplett auslösen. Ansonsten aber ist Hilfe willkommen. Konzernchef Johannes Evers sicherte den Eignern darum zu, dass die Berliner Sparkasse schon in drei Jahren in der Lage sein wird, den Sparkassen eine Gewinnausschüttung von bis zu 200 Millionen Euro zu zahlen. Ein ehrgeiziges Ziel, denn im Geschäftsjahr 2012 erreichte die Berliner Sparkasse gerade einmal die Hälfte der Summe. Nun muss das Kreditinstitut seinem Namen Sparkasse ganze Ehre machen und sich verkleinern.

Umbau zur Hauptstadtsparkasse

Die ehemalige Landesbank Berlin wurde nach dem Kauf durch die Sparkasse in die Berliner Sparkasse und in das eigenständige Institut der Immobilienfinanzierer, Berliner Hyp, aufgespaltet. Bis 2016 soll die Berliner Sparkasse am Alexanderplatz zu einer Hauptstadtsparkasse verkleinert werden. Im Rahmen des Umbaus wurde Anfang des Jahres ein Markenwechsel vollzogen, wobei das Logo der ehemaligen Landesbank Berlin durch ein Sparkassen-Logo ersetzt wurde. Bis auf das überregionale Kreditkartengeschäft soll nun alles an die Vorgaben der Sparkasse angepasst werden. Für die Kunden soll sich mit dem Umbau allerdings wenig ändern, da er im laufenden Betrieb vorgenommen wird. Vereinzelt kann es beispielsweise zu Änderungen der Öffnungszeiten kommen. Die jeweils neuen Öffnungszeiten sowie andere Informationen werden dann rechtzeitig bekanntgegeben. Schwerwiegender aber werden im Zuge der Verkleinerung fast 2.000 Arbeitsplätze abgebaut. Ein Teil der Mitarbeiter soll an die sparkasseneigene DekaBank vermittelt werden.

Sparkasse Berlin wird eine der größten

Die Vorgängerin der Berliner Sparkasse, die Landesbank Berlin, war 1990 entstanden und wurde vier Jahre später mit der Berliner Bank und der Berlin-Hannoverschen Hypothekenbank unter dem Namen Bankgesellschaft Berlin zusammengelegt. Diese rutschte durch risikoreiche Immobiliengeschäfte wenige Jahre später in eine schwere Krise und musste vom Berliner Haushalt mit Milliarden-Hilfen gerettet werden. Daraufhin wurde sie in Landesbank Berlin Holding AG umbenannt und 2007, auf Druck der Europäischen Union, an die Sparkassen-Finanzgruppe für einen Milliardenvertrag verkauft. Sollte der geplante Umbau problemlos gelingen, wird die Berliner Sparkasse zukünftig eine der drei größten Sparkassen der Bundesrepublik sein.

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