EU-Richtlinie: Gutschein-Karten vor dem Aus?

(BIld) EU-Richtlinien-Änderung Gefahr für GutscheinkartenGutschein-Karten erfreuen sich im deutschen Einzelhandel großer Beliebtheit. Doch schon bald könnten sie aus den selbstständig betriebenen Filialen der Handelsketten verschwinden. Denn die EU-Kommission beabsichtigt eine Änderung der EU-Regelung für Zahlungsdienste, um der Geldwäsche entgegenzuwirken.

Die Neuerung der Richtlinie würde beinhalten, dass mit einem Guthaben aufgeladene Gutschein-Karten von der europäischen Union wie elektronisches Geld Behandlung fände, sodass die Herausgeber wohl einer entsprechenden Banklizenz von Seiten der Finanzaufsicht Bafin bedürften.
Betroffen sind hierbei vor allem Handelsunternehmen, die dem sogenannten Franchise-Prinzip folgen – also mit vertraglich gebundenen, allerdings rechtlich selbstständigen Filialbetreibern. Solche wären beispielsweise Saturn, Rewe, Mediamarkt oder Edeka.
Der Chef des Handelsverbandes HDE Stefan Genth schlägt sogleich Alarm und warnt davor, dass den Händlern durch die Änderung unnötig Steine in den Weg gelegt würden. Immerhin sei Geldwäsche mit Gutschein-Karten, die lediglich bei einem begrenzten Händlerkreis gültig sind, kaum möglich. Aus diesem Grund sei der Richtlinien-Entwurf unverhältnismäßig, so Genth weiter.

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