Die Sparkasse wird 390!

(Bild) Geburtstag Sparkasse390 Jahre ist es mittlerweile her, dass die ersten deutschen Sparkassen im Jahr 1623 ihren Betrieb aufgenommen haben, die zu dieser Zeit auf Initiative von Landesherrschaften bzw. verschiedenen Privatleuten gegründet wurden. Diese sollten dem ärmeren Teil der Bevölkerung ermöglichen, langfristig, sichere und verzinsliche Rücklagen zu bilden, um etwa bei Alter oder Krankheit darauf zurückgreifen zu können.

Entwicklung der Sparkassen in Deutschland

Als Vorläufer galten die zu dieser Zeit noch üblichen Waisenkassen und Leihhäuser. Die Sparkassen nach dem heutigen Verständnis entstanden erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts in mehreren deutschen Städten wie 1778 in Hamburg oder 1796 in Kiel. Bis zum Jahr 1913 stieg die Zahl der landesweiten Sparkassen dann rapide auf ca. 3100 Filialen an. Mit der Einführung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs und dem Einstieg in der Bauspar- und Versicherungsgeschäft durchfuhr die Sparkasse in den 1920er Jahren eine starke Phase der Modernisierung. Zwischen 1933 und 1934 sank die Zahl der Filialen wieder durch viele Fusionen. Ab 1952 wurden die ersten Kredite für Privatkunden gewährt und in den 1970er Jahren automatisierte sich der Zahlungsverkehr mehr und mehr bis 1978 der erste Geldautomat nach heutigem Verständnis in der Kreissparkasse Köln seinen Betrieb aufnahm. Obwohl aus dieser alten Tradition erwachsen, bieten die Sparkassen ihren Kunden längst auch den Service des Online-Banking und Datenschutz. Nach Konsolidierung der Sparkasse in den 1990er Jahren existieren innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe so mittlerweile etwa 600 moderne Unternehmen die 2012 über 354.000 Mitarbeiter beschäftigten und rund 3 Billionen Euro erwirtschaftet haben. – Insgesamt eine eindrucksvolle Geschichte, doch was macht die Sparkassen aus?

Sparkasse als Kreditinstitut

Die Sparkassen sind Kreditinstitute, was häufig mit dem Begriff Bank gleichgesetzt wird. Das Wort Kreditinstitut kann aber vielmehr als eine Art Oberbegriff für die Unterbegriffe wie Bank und Sparkasse gesehen werden. Die Sparkassen sind eine besondere Art der Banken. Sparkassen sind immer von einem bestimmten Träger abhängig, wie einer Gemeinde in der sich die Filiale befindet. Sparkassen haben die Aufgabe Finanzangelegenheiten der örtlichen Bürger, in diesem Fall die Privatkunden der Sparkasse, zu sichern und vergeben Kredite. Außerdem bieten sie unterschiedliche Sparanlagen an. Im Gegensatz zu Banken steht bei ihnen jedoch eine Gewinnerzielung nicht im Vordergrund. Die Aktivität an der Börse hält sich beispielsweise mehr im Hintergrund.

Besonderheiten der Sparkasse

Sparkassen sind zu einem Großteil kommunale juristische Personen des öffentlichen Rechtes, anders als viele Banken die häufig in Aktiengesellschaften organisiert sind und deren Aktien an der Börse gehandelt werden. Warum die Sparkasse besonders im Punkt Service so beliebt ist, lässt sich an folgenden Beispielen belegen. Das Kreditinstitut hat eine große Netz von Filialen und Geldautomaten in fast allen Städten Deutschlands und gewährt seinen Kunden mit dem Girokonto weltweit die Möglichkeit, rund um die Uhr kostenlos Bargeld abzuheben. Das Leistungsangebot für Privatkunden ist äußerst umfangreich. Neben dem Bereitstellen von Konten, Kreditkarten, Sparmöglichkeiten und einem System zum Online-Banking bietet die Sparkasse auch viele weitere sehr spezielle Dienstleistungen für seine Zielgruppen wie für junge Leute oder Senioren an. Firmenkunden der Sparkasse können sich auch über einen umfangreichen Service freuen, dazu kann etwa das Leasing für beispielsweise IT und Firmenwagen, die Einrichtung von Arbeitszeitkonten oder die betriebliche Altersvorsorge gezählt werden.

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