Traditionswandel: Geld hat das Osterfest verändert

(Bild) OsternWeihnachten ist vier Monate her, da kommt die Kreditkarte wieder zum Dauereinsatz. Denn seit einigen Jahre werden die Osternester, die sich die Deutschen machen, immer teuer. Dem Handel beschert dies für gewöhnlich den zweitgrößten Jahresumsatz.

Kinderwünsche werden immer größer

Dass vor allem Eltern immer freigiebiger werden, wenn es um das Füllen des Osternestes geht, spiegelt sich bei den Kindern wieder. Sie bringen das Osterfest mehr und mehr mit Geschenken in Verbindung, sodass die Wunschlisten länger und länger werden. Allerdings sind nicht allein die Eltern an diesem Trend Schuld. Es entstehen zwar hausgemachte Probleme, wenn Kinder alles bedingungslos erfüllt bekommen, doch auch der Handel trägt mit seiner Darstellung von Ostern dazu bei, dass das höchste christliche Fest mehr und mehr kommerzialisiert wird. Psychologen meinen hingegen noch, die Spendierlaune würde zusätzlich durch den Frühling verstärkt.

Hanni Hase aus Ostereistedt ist der Osterhase

Natürlich kann man sich auch beim Experten selbst erkundigen: Hanni Hanse aus Ostereistedt in Niedersachsen ist laut Deutscher Post der offizielle Ansprechpartner zu Ostern. An ihn adressierte Briefe und Wunschzettel, die der Osterhase inzwischen schon geschrieben bekommt, gehen direkt an ihn. 2014 wurden Herrn Hanni Hase schon 35.000 Zusendungen gemacht. Allesamt hat er inklusive einem kleinen Geschenk beantwortet. Hanni weiß daher auch, dass Unterhaltungselektronik immer häufiger im Osternest liegen soll. Es ist der Preistreiber Nummer 1!

So viel geben die Deutschen zu Ostern aus

Statistisch gesehen sind 26 Prozent der Deutschen bereit, an Ostern pro Kopf mehr als 50 Euro auszugeben. 37 Prozent geben bis zu 50 Euro aus. Ein Viertel der Deutschen hält 20 Euro pro Beschenkten für angemessen und nur noch etwa zehn Prozent erachten fünf Euro für das Osternest als ausreichend. Vor fünf Jahren waren es noch doppelt so viele Befragte. Das meiste Geld wird dabei für Spielzeug ausgegeben. Bis zu 40 Prozent mehr Umsatz verzeichnen die jeweiligen Händler. Sollte dieser Trend weitere Jahre anhalten, so wird Ostern bald gleichauf mit Weihnachten sein und die Ostertradition hat sich langsam aber sicher gewandelt.

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