Vermögensbarometer 2012: Sparer bevorzugen klassische Anlageformen

Das Vermögensbarometer gibt einen Überblick über beliebte Vorsorgeformen.Anlässlich des Weltspartages am 23. Oktober hat der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) die repräsentative Umfrage „Vermögensbarometer“ vorgestellt. Diese zeigt, dass das Sparbuch die derzeit beliebteste, tatsächlich in Anspruch genommene Anlageform der Bundesbürger ist.

Im Vergleich zum letzten Vermögensbarometer legte das Sparbuch um beachtliche neun Prozent zu und sicherte sich damit den stärksten Zuwachs aller Anlageformen. 65 Prozent der Befragten gaben an, diese Vorsorgeform in Anspruch zu nehmen, ebenso viele nutzten eine Rentenversicherung. Zwei weitere beliebte Formen der Geldanlage stellen die Lebensversicherung (60 Prozent) sowie der Bausparvertrag (55 Prozent) dar. Wie der Präsident des DSGV, Georg Fahrenschon, bei der Veröffentlichung des Vermögensbarometers erklärte, sollten sich Verbraucher bewusst sein, dass es hohe Renditen nur in Verbindung mit hohem Risiko gibt. Wie das Barometer zeigt, wählen die Bundesbürger bei der Altersvorsorge eher klassische Vorsorgemaßnahmen. Die Beliebtheit des Sparbuchs sowie verwandter Anlageformen wird vor allem auf deren Sicherheit zurückgeführt sowie auf die Möglichkeit, kurzfristig über das Geld verfügen zu können.

Immobiliennachfrage auf dem Höhepunkt

Stark zugelegt hat in der Umfrage auch die selbst genutzte Immobilie als Vorsorgeform. Inzwischen nutzen sie 48 Prozent der Bundesbürger für die Altersvorsorge. Fahrenschon betonte, dass sich die Nachfrage nach Immobilien derzeit auf einem Höhepunkt befindet. So wollen in Zukunft 30 Prozent der Sparer eine Immobilie kaufen. Die Vorjahresbefragung hatte hierbei noch einen Wert von 36 Prozent ergeben – ein Hinweis darauf, dass der Immobilienhype künftig etwas nachlassen könnte.

Finanzielle Lage wird positiver beurteilt

Wie das Vermögensbarometer zeigt, sieht sich die Mehrheit der Befragten derzeit in einer besseren finanziellen Lage als vor der Finanzkrise. 57 Prozent der Bundesbürger schätzen ihre finanzielle Situation demnach als „gut“ oder „sehr gut“ ein. 2005 betrug dieser Wert nur 40 Prozent. Ähnlich optimistisch beurteilen die Befragten auch die Zukunft, denn mehr als 80 Prozent erwarten eine bessere oder mindestens gleichbleibende finanzielle Situation in den kommenden Jahren.

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