Überblick: Zinsen auf Lebensversicherung sinken 2014 erneut

(Bild) LebensversicherungDer Abwärtstrend reißt einfach nicht ab. Auch im neuen Jahr 2014 senken deutsche Lebensversicherer den Zinssatz für Lebensversicherungen. Dieses Mal zwar nur leicht, aber dennoch merklich. Lediglich für solche Modelle blieben die Zinsen stabil, die entweder risikoreich sind oder gar nicht tiefer fallen können.

Durchschnittlich nur noch 3,43 Prozent Zinsen

Eine freudige Botschaft wird das für Kunden deutscher Lebensversicherer wohl nicht gewesen sein: Die meisten Versicherungsunternehmen haben den Zinssatz für Lebens- und Rentenversicherung zum wiederholten Male gekürzt. Aktuelle Zahlen der Ratingagentur Assekurata legen dar, dass die Verzinsung – oder Rendite genannt – durchschnittlich nur noch bei 3,43 Prozentpunkten liegt. Auch wenn hierbei bisher nur die Daten von 55 der knapp 90 Lebensversicherer eingerechnet wurden, ist ein erneutes Abrutschen der Zinsen bereits mehr als deutlich. Dennoch sank die Rendite nicht so stark, wie noch im letzten Jahr. Dazu fehlt dann auch die Fallhöhe, meint ein Sprecher zu uns witzelnd. Denn blickt man nur einige Jahre zurück, wird der klägliche Trend offensichtlich: Im Jahr 2011 hat die Versicherungsbranche im Durchschnitt nur 4,09 Prozent ausgeschüttet.

Stabile Zinsen bei großen Lebensversicherungen

Die Mehrheit der deutschen Versicherer kürzte den Zinssatz für Lebensversicherungen, lediglich zehn Unternehmen hielten ihn stabil. Darunter sind vor allem die Branchenriesen Ergo Leben und die Allianz zu nennen. Diese brachten im letzten Jahr neue Produkte auf den Versicherungsmarkt. Für risikobereite Kunden veranschlagten sie höhere Verzinsungen, im Gegenzug dazu mussten Versicherte auf lebenslange Garantien verzichten. Allianz-Vorstandsmitglied Alf Neumann machte deutlich, dass große Versicherer wie etwa die Allianz bessere Chancen hätten, das Geld der Versicherungskunden in Anlagen, die mehr Gewinn abwerfen, anzulegen und weltweit breiter zu streuen. Somit liegt Allianz Leben mit 3,6 Prozent noch immer über dem Marktdurchschnitt, wobei Ergo Leben mit 3,2 Punkten knapp darunter steht.

Kleinere Unterschiede zwischen Lebensversicherer

Deutlich zeigt sich, dass die Unterschiede zwischen den Versicherungsunternehmen zunehmend geringer werden. Die Göttinger myLife Leben belegt mit 4,05 Prozentpunkten Rendite den vordersten Rang. Keiner der Versicherer unterschritt die 3,0 Prozent-Marke, eine psychologische Schwelle vermutet Lars Heermann, Assekurata-Experte. Den wohl größten Zinssturz hatte in den vergangen zwei Jahren die kirchliche Familienfürsorge. Während sie 2012 noch 4,0 Prozent Rendite ausschüttete, sind es in diesem Jahr nur noch 3,0 Punkte. Ähnlich erging es der Süddeutschen Lebensversicherung, hier sank der Gewinn innerhalb von zwei Jahren von 3,9 auf 3,1 Prozent.

Eingeschränkte Vergleichbarkeit der Rendite

Wer jetzt anlässlich der Entwicklungen einen Vergleich der Unternehmen bezüglich der Höhe ihrer Renditen vornehmen möchte, sollte dabei Vorsicht walten lassen, da diese von sehr vielen Faktoren abhängig sind. Gut haben es Versicherte, die ihren Vertrag in den 90er Jahren abgeschlossen haben. Diese bekommen 4,0 Prozent gutgeschrieben, da der Garantiezins damals so hoch war. Heute beläuft sich dieser lediglich auf 1,75 Prozentpunkte. Ein Aufwärtstrend ist bislang nicht in Sicht. Wer zukünftig in eine Lebensversicherung investieren möchte, sollte sich das daher gut überlegen oder besser einen Vergleich der Lebensversicherung im Internet erwägen. Hier lassen sich bei einer Lebensversicherung mit Garantieverzinsung bis zu 40 % im Vergleich zu gleichwertigen Policen sparen.

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