Modernisierungen in Mietwohnungen

70 Prozent der Mieter zahlen aus eigener Tasche

Die Verbesserung der Wohnsituation wertet jede Wohnung auf. Dies kann und muss im Sinne des Vermieters sein. Dennoch ist es laut einer Umfrage der TNS Infratest Sozialforschung so, dass rund 70 Prozent der Mieter (von 1.500 Befragten) diese Kosten selbst übernehmen. Bei lediglich 25 Prozent ist der Vermieter bereit, diese Modernisierungen zu übernehmen, und die Kosten teilen sich gerade einmal vier Prozent.

Bei Modernisierung: Genehmigung einholen

Man kann als Mieter natürlich an den Vermieter mit Modernisierungswünschen herantreten. Ob dieser diesen Wünschen entgegenkommt, ist die eine Sache, ob er danach nicht die Miete erheblich erhöht, die andere. Wer auf eigene Faust die Modernisierung in Angriff nehmen möchte, der sollte darauf achten, „dass man vom Vermieter eine Genehmigung einholt“, weiß Jost Hemming, Geschäftsführer des Landesverbandes Hessen e.V. des Deutschen Mieterbundes. „Dies sollte auf alle Fälle schriftlich festgehalten werden. Schon allein deshalb, weil zu klären ist, welche Maßnahmen vorgenommen werden, wie viel diese wert sind und wie der Mieter diese „abwohnen“ kann. Zudem ist zu regeln, was beim Auszug des Mieters mit der Modernisierung passiert.“

Wenn man die 70 Prozent beispielsweise auf das Bundesland Hessen umlegt, dann modernisieren hier von 1,491 Millionen hessischen Haushalten 1,043 Millionen (Stand: 2008) selbst – und zahlen natürlich auch alles aus eigener Tasche. „Mit diesen Modernisierungen kommt nicht selten ein Stein ins Rollen“, erklärt Peter Marc Stober von der LBS. „Am Beginn steht der Ärger über die Kosten, dann der Wunsch nach einer eigenen Immobilie, was in vielen Fällen den Abschluss eines Bausparvertrages zur Folge hat.“ Wie man mit Hilfe eines Bausparvertrages mit staatlicher Förderung und dem Konzept Wohn-Riester zu den eigenen vier Wänden kommt, verrät die Website der LBS Hessen-Thüringen: www.lbs-ht.de.

Was fällt alles unter eine Modernisierung?

Das Streichen der Wände, der Türen oder das Verlegen von Teppich- oder Parkettböden fällt nicht unter eine Modernisierung. Vielmehr wird durch die Modernisierung der Gebrauchswert der Wohnung verbessert. Dies kann der Einbau neuer Sanitäreinrichtungen sein, aber auch der Einbau eines Fahrstuhls. Ebenso fällt der Schallschutz darunter und auch Energiesparmaßnahmen. Immer dann, wenn man den Verbrauch von Gas, Öl oder Strom reduziert, handelt es sich um eine Modernisierungsmaßnahme.

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