Urteil: Mietkaution zu Unrecht einbehalten

2 Klicks für mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte übertragen
Empfehlen
2 Klicks für mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte übertragen
Google+
2 Klicks für mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte übertragen
Tweet

Bild Renovierung beim AuszugNach einem Auszug stellt sich oft die Frage nach der Rückzahlung der Mietkaution – nicht immer sind sich Vermieter und Mieter über den Zustand des Mietobjekts einig. Das Amtsgericht Düsseldorf hat 2011 entschieden, dass Fotos vom angeblichen Schaden in einer Wohnung nicht automatisch zur Einbehaltung der Kaution berechtigen (Az. 50 C 3305/11). Wer es nicht auf einen Rechtsstreit ankommen lassen will, kann mit einer Mietkautionsversicherung vorbeugen.

Im zugrunde liegenden Fall hatte ein Vermieter nach einer zehnjährigen Mietzeit und dem Tod beider Mieter gravierende Mängel beim Zustand der Mietsache festgestellt. Die beiden Söhne des verstorbenen Ehepaares hatten die Wohnung gekündigt und geräumt ohne sich jedoch auf ein Übergabeprotokoll mit dem Vermieter einigen zu können. Gleichzeitig verlangten sie die volle Kautionssumme in Höhe von 1.854,91 Euro sowie die bereits gezahlten Nebenkosten in Höhe von 311,09 Euro zurück. Der Vermieter verweigerte jedoch die Rückzahlung und behielt das Geld ein, um die ihm entstandenen Renovierungskosten durch eine Handwerksfirma zu begleichen. Als Begründung hatte er Fotos angefertigt, die den mangelhaften Zustand der Mietwohnung belegen sollten.

Das Gericht entschied jedoch zu Ungunsten des Vermieters, indem es die Abnutzung von Wänden und Böden als vertragsgemäß und einer Mietzeit von mehr als zehn Jahren geschuldet sah. Eine übermäßige Beanspruchung der Wohnung durch das verstorbene Ehepaar konnte nicht festgestellt werden. Der Vermieter wurde zur Rückzahlung der gesamten Summe verurteilt, da die Söhne der ehemaligen Mieter die Mietwohnung besenrein übergeben und grobe Verschmutzungen beseitigt hatten.

Um sich langwierige Verhandlungen mit dem Vermieter zu ersparen, ist eine Mietkautionsversicherung empfehlenswert. Diese ersetzt eine Übergabe des Kautionsbeitrags an den Vermieter durch eine Bürgschaft des Versicherungsanbieters. Der Mieter kann so über seine Rücklagen selbst verfügen und muss bei Beendigung der Mietzeit nicht auf die Rückzahlung der Kaution warten.

Das könnte Sie noch interessieren:

Tags: , ,

Unsere Autoren

Kommentar schreiben

Service Line