Barmer GEK-Chef: Pflegereform hat noch bis 2014 Zeit

Sparen für den PflegefallAus Sicht des neuen Vorstandsvorsitzenden der Barmer GEK, Christoph Straub, ist für eine Reform der Pflegeversicherung noch reichlich Zeit.

„Eine Pflegereform steht nicht dringend an“, sagte Straub am Mittwoch im Interview mit der „Rheinischen Post“. Der Grund: Derzeit sei die Finanzlage in der Pflegeversicherung deutlich entspannter, als es die aktuellen politischen Diskussionen glauben machen. Es reiche aus, in den nächsten zwei Jahren ein neues Konzept für die Pflegeversicherung zu erstellen.

Demenzkranke nicht vergessen

Im Zuge der Pflegereform ist angedacht, den Begriff der Pflegebedürftigkeit neu zu definieren und so auch Demenzkranke stärker zu berücksichtigen. Dahingehend sieht der Barmer-Chef keine Zeit zum Aufschub. Hier müsse schnellstens etwas geschehen.

Rütteln an der Kapitaldeckung

Ob und in welcher Ausgestaltung es eine kapitalgedeckte Zusatzversicherung geben wird, ist derzeit politischer Diskussionspunkt. Es geht dabei darum, privat Vorsorge für den Pflegefall zu treffen. Die Befürworter heben hervor, dass die private Kapitaldeckung im Gegensatz zu einer gesetzlichen kollektiven Ansparung vor dem Zugriff von Vater Staat sicher sei. Andere halten dagegen, dass der Zeitpunkt zum Aufbau einer Kapitaldeckung längst vorbei sei. Straub präferiert hier eher die Umlagefinanzierung, also eine gesetzliche Lösung.

Das könnte Sie noch interessieren:

Tags: ,

Unsere Autoren

Kommentar schreiben

Service Line

  • Wir beraten Sie gerne persönlich
  • 0800 - 589 589 0