Beitragsanstieg für Pflegeversicherung ab 2012

Entwicklung der PflegeversicherungWie die Deutsche Bundesbank in ihrem Monatsbericht Juni 2011 prognostiziert, werden die Einnahmen der gesetzlichen Pflegeversicherung nur noch dieses Jahr über den Ausgaben liegen.

Für das Gesamtjahr 2011 könnte in der gesetzlichen Pflegeversicherung nach Angaben der Bundesbank letztmalig ein geringer Überschuss erreicht werden. Den wird es aber nur geben, wenn das konjunkturelle Umfeld weiterhin günstig bleibt. Für das kommende Jahr sehen die Prognosen nicht mehr so gut aus.

„Spätestens ab dem kommenden Jahr ist jedoch mit Defiziten zu rechnen, weil die Ausgaben infolge steigender Leistungssätze schneller wachsen dürften als die Einnahmen bei unverändertem Beitragssatz“, heißt es im am Montag vorgestellten Monatsbericht. Denn ab Januar 2012 ist eine neue Erhöhungsstufe der Leistungssätze vorgesehen. Dann wird von der gesetzlichen Pflegeversicherung je nach Pflegestufe im Schnitt etwa zwei Prozent mehr für Pflegeleistungen gezahlt.

Derzeit liegt der Beitragssatz bei 1,95 Prozent des Bruttoeinkommens, für Kinderlose gilt ein erhöhter Beitragssatz von 2,2 Prozent. Doch die Entwicklung deutet auf eine Beitragssatzanhebung hin. Zwar würden die Rücklagen in Höhe von gut 2,5 Monatsausgaben noch einige Jahre reichen. Die Mindestrücklage beträgt laut Gesetz eine halbe durchschnittliche Monatsausgabe. Doch schätzt die Bundesbank die Situation wie folgt ein: „Auf mittlere Sicht ist angesichts der absehbaren demografischen Entwicklung eine Anhebung des Beitragssatzes oder eine Einschränkung des Leistungsniveaus aber nicht zu vermeiden.“

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