Pflegereform: Demenz-WG statt Pflegeheim

lächelnde ältere Damen mit verschränkten ArmenIm Zuge der Pflegereform will der Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr Pflege-Wohngemeinschaften fördern.

Menschen, die zwar in gewissem Sinne pflegebedürftig sind, aber keine 24-Stunden-Versorgung brauchen, sollen in Pflege-WGs leben können, berichtet die „Bild“-Zeitung. Solche Wohngemeinschaften will Bahr mit zusätzlichen 2.500 Euro pro WG-Bewohner für den Umbau fördern, sagte der Gesundheitsminister im Interview der Zeitung.

Der Vorteil: Solche WGs könnten populärer werden als das Pflegeheim. Denn Pflegebedürftige wollen lieber so lange wie möglich im gewohnten Umfeld leben. Pflegende Angehörige würden entlastet.

Für die mehr als eine Million Demenzkranken in Deutschland wird viel Geld in die Hand genommen. Bahr gibt als Beispiel eine 4-köpfige Senioren-WG. Bei Pflegestufe I könnten bis zu 3.400 Euro monatlich der WG zur Verfügung stehen. Darin sind 200 Euro für Pflegepersonal, dass sich um die Mitbewohner kümmert, enthalten. Zudem würden für den barrierefreien Umbau für eine 4er-WG 10.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Die Änderungen der Pflegeversicherung und des Pflegesystems, von denen vor allem Demente profitieren dürften, sollen ab 2013 in Kraft treten.

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