Pflegereform: Verbesserungen für Pflege von Demenzkranken

Eckpunkte für Pflegereform stehenIn der Pflege Demenzkranker, der Entlastung von pflegenden Angehörigen und für Pflegepersonal soll es deutliche Verbesserungen geben.

Am Mittwoch hat sich das Bundeskabinett auf Eckpunkte für Neuerungen in der Pflegeversicherung und für die Pflegereform im Allgemeinen geeinigt. Aufgrund der künftigen demografischen Entwicklung wird es mehr und mehr Pflegebedürftige geben, was eine vor allem finanzielle Herausforderung für die Gesundheitspolitik bedeutet.

Fokus Demenz

Vor allem Demenzkranke sollen von der Pflegereform profitieren. An einer Aktualisierung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs wird noch gearbeitet. Damit sollen auch die Bedürfnisse in der Pflege Demenzkranker berücksichtigt werden. Bevor aber die Neudefinition der Pflegebedürftigkeit wirksam wird, soll eine Übergangslösung gelten. Demenzkranke sollen kurzfristig zusätzliche Betreuungseinheiten erhalten. Sie sollen in der Übergangsphase die Wahl zwischen Leistungspaketen und Pflegezeiteinheiten haben. Auch soll es neue Wohnformen für demente Pflegebedürftige geben. Damit will man dem Grundsatz „ambulant vor stationär“ gerecht werden.

Fokus Angehörige und Pflegepersonal

Mit den Eckpunkten zur Pflegereform ist auch eine stärkere Unterstützung pflegender Angehöriger angestrebt. Ihnen soll die Teilnahme an Reha-Maßnahmen erleichtert und eine bessere Möglichkeit zur Pflegeunterbrechung gegeben werden. Wer mehrere Personen pflegt, soll rentenrechtlich davon profitieren. Was den Pflegeberuf anbelangt, soll dessen Attraktivität gesteigert werden, etwa durch eine einheitliche Berufsausbildung für Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege.

Fokus Finanzierung

Wie bereits bekannt gegeben wurde, will man dem Finanzierungsproblem mit der Erhöhung des Beitragssatzes der Pflegeversicherung beikommen. So würden es ab 2013 statt 1,95 Prozent (bzw. 2,2 Prozent für Kinderlose) 2,05 Prozent (bzw. 2,3 Prozent) an Pflegeversicherungsbeitrag sein. Zudem ist geplant, eine steuerlich geförderte private Altersvorsorge in Form einer ergänzenden privaten Pflegeversicherung einzuführen, die den Namen „Pflege-Bahr“ tragen könnte.

Laut Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr könnte das Gesetz schon im 1. Halbjahr 2012 in Kraft treten.

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