Änderungen 2012 für gesetzliche und private Krankenversicherung

Arzt mit KlemmbrettMit dem Jahreswechsel gelten Änderungen für gesetzlich und privat Krankenversicherte. Dabei spielen vor allem die Abschaffung des Zusatzbeitrags und die Versicherungspflichtgrenze eine wesentliche Rolle.

Weniger Zusatzbeiträge in der GKV

Bei den meisten der Krankenkassen, die bislang einen Zusatzbeitrag erheben, wird dieser dann im kommenden Jahr fallen. So will die DAK, die mit der BKK Gesundheit und der BKK Axel Springer zur DAK Gesundheit fusioniert, den Zusatzbeitrag ab 1. April 2012 abschaffen. Auch die BKK advita hat angekündigt, ab April keinen Zusatzbeitrag mehr zu verlangen. Kunden der KKH Allianz werden einen Monat früher, nämlich ab 1. März 2012 um den Zusatzbeitrag entlastet. Auch die Deutsche BKK will die zusätzliche Belastung von acht Euro monatlich abschaffen, der Stichtag steht allerdings noch nicht fest.

Das sind an sich gute Nachrichten für gesetzlich Versicherte. Doch Experten erwarten nach einem recht zusatzbeitragsarmen 2012 für 2013 erneute Zusatzbeiträge. Beim Rennen um Versicherte hat in diesem Jahr nach der City BKK auch die BKK für Heilberufe den Kürzeren gezogen und muss zum Jahresende geschlossen werden.

Die Sozialversicherungsgröße Beitragsbemessungsgrenze (BBG) erhöht sich 2012 von 44.550 Euro jährlich (3.712,50 EUR/mtl.) auf 45.900 Euro (3825,00 EUR/mtl.). Zwar wird der Krankenversicherungsbeitrag prozentual nach dem Einkommen bemessen. Arbeitsentgelt, das über der Beitragsbemessungsgrenze liegt, bleibt dabei allerdings unangetastet.

Änderungen in der PKV

Ab nächstem Jahr können einkommensbedingt weniger von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln. Denn nicht nur die BBG, sondern auch die Versicherungspflichtgrenze, auch Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) genannt, wird angehoben. Krankenversichert sind dann von der Versicherungspflicht in der GKV befreit, wenn sie mindestens 50.850 Euro im Jahr verdienen. Das wären auf den Monat heruntergerechnet 4.237,50 Euro.

Auch generell muss bei einigen PKV-Tarifen mit höheren Beiträgen gerechnet werden. Diese Beitragsanhebung ist unter anderem auf Nichtzahler zurückzuführen. Die Versicherer sehen sich gezwungen, die Verluste durch ausbleibende Beiträge anderweitig auszugleichen.

Da die privaten Versicherer zur Einführung von Unisex-Tarifen spätestens zum 21. Dezember 2012 gesetzlich verpflichtet wurden, wird sich in der PKV-Tariflandschaft noch einiges verändern. Dann werden die Beiträge zur privaten Krankenversicherung nicht mehr nach Geschlecht differenziert. Es gibt aber Studien, nach denen sich der Versicherungsbeitrag durch die Unisex-Tarife allgemein verteuern wird.

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